Bildung

HMS-Schüler auf Erfolgskurs: Förderstipendium für Anna Katharina Deser und Nils Magnús van Reem

Preisübergabe an der Heinrich-Mann-Schule: Sandra Schmitt (links) überreicht im Beisein von Schulleiter Hans-Peter Löw (rechts) die Stipendien über jeweils 2 000 Euro an Nils Magnus van Reem und Anna Katharina Deser.
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Preisübergabe an der Heinrich-Mann-Schule: Sandra Schmitt (links) überreicht im Beisein von Schulleiter Hans-Peter Löw (rechts) die Stipendien über jeweils 2 000 Euro an Nils Magnus van Reem und Anna Katharina Deser.

An der Heinrich-Mann-Schule (HMS) ist man stolz auf Anna Katharina Deser und Nils Magnús. Beide haben das Abitur mit 1,0 abgeschlossen und haben zudem eines der fünf begehrten Förderstipendien der Sparkasse Langen-Seligenstadt über jeweils 2 000 Euro erhalten. „Es gab insgesamt nur fünf Stipendien und gleich zwei davon gingen an unsere Schule – wenn das kein Grund zur Freude, aber auch ein Beleg für unsere Qualität der Wissensvermittlung ist?“, betonte Schulleiter Hans-Peter Löw bei der Stipendienübergabe.

Dietzenbach – Auch in Zeiten der Corona-Pandemie hat die Stiftung „Für Kinder und Jugendliche in unserer Region – Stiftung der Sparkasse Langen-Seligenstadt“ zum 19. Mal mit fachlicher Unterstützung des Staatlichen Schulamtes Offenbach 15 Stipendien in der Initiative zur Förderung von besonderer Begabung vergeben. Davon fünf Stipendien für besondere schulische Leistungen, für die 10 000 Euro bereitgestellt wurden. Weitere zehn Stipendien wurden für erkennbare spezifische Leistungen an Kinder und Jugendliche aller Schulformen vergeben, dafür standen insgesamt 3 000 Euro zur Verfügung.

Anna Katharina Deser und Nils Magnús von der Heinrich-Mann-Schule erhielten ihre Stipendien während der Abschlussfeier von Sandra Schmitt, Abteilungsleiterin der Sparkasse Langen-Seligenstadt. Beide „ausgezeichneten“ Schüler wollen ein Medizinstudium beginnen. „Wir sind uns als Sparkasse der gesellschaftlichen Verpflichtung in unserer Region bewusst und haben auch in finanziell nicht ganz einfachen Zeiten diese Stipendienaktion fortgesetzt“, betonte Sandra Schmitt unter dem Beifall der Anwesenden.

Viermal 1,0

In diesem Jahrgang stellten sich 75 Abiturientinnen und Abiturienten an der Heinrich-Mann-Schule den Prüfungen zur Erlangung der allgemeinen Hochschulreife. Am Ende erhielten 68 Schülerinnen und Schüler das begehrte Abitur-Zeugnis. „Insgesamt gab es 13 Mal eine Eins vor dem Komma, vier Mal sogar eine 1,0“, hob Schulleiter Hans-Peter Löw hervor. „Es gab im Vorfeld eine sehr rege geführte Diskussion um eine Substitution – also Verschiebung oder Ersatz durch ein anderes Verfahren – um diese Abiturprüfung. Ich denke, es war wichtig, dass wir an unserem Konzept festgehalten und die Prüfungen im bewährten Rahmen, aber auch zu diesem Termin durchgeführt haben“, betonte Hans-Peter Löw.

Im Rahmen seiner Rede ging Löw noch einmal auf drei besondere Aspekte für diesen Abiturjahrgang ein. „Welche Form der Abiturfeier ist ethisch angemessen?“, war eine, nicht nur an der Heinrich-Mann-Schule, diskutierte Frage. „Angesichts voller Fußballstadien und anderer Veranstaltungen war es angebracht, dies zu hinterfragen, doch zum Zeitpunkt, als wir uns über die Form entscheiden mussten, gab es kaum eine Alternative“, so der Schulleiter. Hans-Peter Löw verwies darauf, dass man es durch eine Teilung der Abiturfeier möglich gemacht habe, dass alle Eltern teilnehmen konnten. Er trat auch oft gehörten Meinungen entgegen, dass dieses „Corona-Abitur“ mit einem Minderwertigkeitsmakel behaftet sei. „Die Zeugnisse belegen es: Wer die Heinrich-Mann-Schule mit einem Abiturzeugnis verlässt, ist studierfähig“, so der Schulleiter noch einmal deutlich.

Gute Wünsche für das weitere Leben

Hans-Peter Löw gab den nun scheidenden Abiturienten mit auf den Weg, dass die künftigen Lebensumstände wieder besser sein werden als jene der beiden letzten Jahre. Er bedauerte jedoch, auch in diesem Jahr kein rauschendes Fest feiern zu dürfen. Sein Wunsch an die dennoch stolzen Abiturienten: „Werdet Menschen mit einem sozialen Gewissen und bringt euch in die Gesellschaft zum Wohle aller ein.“ (Von Leo F. Postl)

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