Ansprechpartnerin für Erzieherinnen 

Karin Fiedel ist die neue Fachberaterin für die Kitas 

Kinder und Familien bestmöglich begleiten: zentraler Punkt der Arbeit von Karin Fiedel. Foto: Scholze
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Kinder und Familien bestmöglich begleiten: zentraler Punkt der Arbeit von Karin Fiedel.

Seit März dürfen sich die Kitas in Dietzenbach über zusätzliche pädagogische Expertise freuen: Karin Fiedel hat sich schnell eingelebt. 

Dietzenbach – „Ich bin hier angekommen. “ Corona zum Trotz hat sich Karin Fiedel gut an ihrer neuen Stelle in der Stadtverwaltung eingearbeitet. Seit Anfang März unterstützt die 52-Jährige den Fachbereich Soziale Dienste als Pädagogische Fachberatung für die Kindertagesstätten.

Natürlich seien die Erfahrungen der Anfangszeit durch die strengen Regeln der Corona-Pandemie etwas „gebremst“ gewesen, gesteht die Pädagogin. Angesichts der Herausforderungen, die das Virus für die Arbeit in den Kitas mitbrachte, musste sie aber auch gleich ins kalte Wasser springen. „Für die Jüngsten der Gesellschaft ist diese Zeit wirklich schwer“, stellt Fiedel fest. „Kinder haben ein Recht auf Spiel und auf das Zusammensein mit Freunden, und Beides war ihnen in der vergangenen Zeit verwehrt. “.

Aber ob nun unter der Kandare des Virus oder im heiß ersehnten Normalzustand: Das Aufgabengebiet von Karin Fiedel ist vielseitig. Geht es doch immer um die Frage, wie Kinder und ihre Familien bestmöglich begleitet werden können. „Ich stehe den Erzieherinnen als Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um die pädagogische Arbeit mit den Kindern, aber auch zur Elternarbeit und zur Arbeit im Team zur Verfügung“, sagt sie. Eine solche Stelle sei notwendig und auch von den Kita-Leitungen in Dietzenbach lange erwünscht. „Die pädagogische Arbeit ist viel komplexer geworden.“ Es gelte, den zeitgemäßen Anforderungen der Bildungsarbeit gerecht zu werden. „Das heißt, wir müssen unser Tun immer wieder reflektieren und neue Impulse finden.“

Bereits in den ersten Wochen habe sie festgestellt, dass die Kindertagesstätten in der Kreisstadt mit guter Qualität und engagierten Teams arbeiten. Dazu trage eine große Kontinuität auf Leitungsebene bei, aber auch eine erkennbare Offenheit für die Erziehungsbedingungen der heutigen Zeit. „Wir sind wirklich gut aufgestellt“, folgert sie. So werde etwa ein Qualitätshandbuch für alle Einrichtungen fortwährend bearbeitet, „das ist wichtig, wir müssen die Qualitätsentwicklung immer gut im Blick haben“. Die Dokumentation bedeute aber nicht, dass alle Kitas nach einem Einheits-Konzept arbeiten. Es gebe durchaus Gestaltungsspielräume, grundlegend seien die Vorgaben aus dem hessischen Bildungs- und Erziehungsplan und die daraus zu entwickelnden Standards.

Für all ihre Aufgaben bringt Karin Fiedel, Mutter dreier erwachsener Kinder, reichlich Erfahrung mit. Die ausgebildete Erzieherin und Sozialpädagogin hat lange in Leitungsfunktionen gearbeitet und dabei unter anderem Erfahrungen in den USA gesammelt. Ebenso verfügt sie über Qualifikationen in der Fachberatung, als Kinderschutzfachkraft und in der Weiterbildung.

Um den Bedürfnissen der Dietzenbacher Kinder gerecht zu werden, möchte sie auch den Personalbedarf in den Blick nehmen. „Wir spüren den Fachkräftemangel.“ Ebenso hofft sie auf weitere finanzielle Unterstützung, etwa hinsichtlich der Digitalisierung. „Ich war doch erstaunt, dass es Kitas gibt, die die Eltern nicht per Mail benachrichtigen können.“ Da wäre eine bedeutend bessere Ausstattung wünschenswert. Jetzt gehe es erst einmal darum, wie sich der Alltag in den Kindertagesstätten nach Corona wieder gestalten lasse. Und um die Frage, was aus der Krise positiv mitzunehmen sei. „Etwa die Erfahrungen aus den kleinen Gruppen“, sagt Fiedel.

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