Dietzenbach

„Welten zum Entdecken und Spielen“

Neubau der Kita II: Erster Stadtrat Dieter Lang (links), Leiterin Ines Lesser und Bürgermeister Jürgen Rogg setzen den symbolischen Spatenstich an der Brunnenstraße. Foto: kreisstadt
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Neubau der Kita II: Erster Stadtrat Dieter Lang (links), Leiterin Ines Lesser und Bürgermeister Jürgen Rogg setzen den symbolischen Spatenstich an der Brunnenstraße.

Der erste Spatenstich an der Brunnenstraße ist vollbracht. Symbolisch haben Erster Stadtrat Dieter Lang, Leiterin Ines Lesser und Bürgermeister Jürgen Rogg die Schaufeln in den Boden für den Neubau der Kita II gegraben.

Dietzenbach – „Spatenstiche sind immer etwas Besonderes“, freut sich der Rathauschef über eine willkommene Abwechslung während der Corona-Krise. Der Spatenstich sei aber auch ein Zeichen dafür, dass die Verwaltung trotz Shutdown in großen Teilen handlungsfähig sei und „wir für die Zeit danach planen“, betont Rogg.

Das 1969 gebaute Kita-Gebäude hatte seinen Zenit längst überschritten und ist dem Erdboden gleich gemacht (wir berichteten). Damit schreite die schrittweise Modernisierung der kreisstädtischen Kitas trotz der finanziell engen Möglichkeiten Dietzenbachs gut voran, heißt es aus dem Rathaus. Nachdem vergangenes Jahr der Neubau der Kita III, Martinstraße, eingeweiht und einige Einrichtungen teilweise saniert wurden, ist nun die Kita II dran.

An der Brunnenstraße entsteht ein Gebäude, das sich nicht nur aus optischer, sondern auch aus energetischer Sicht sehen lassen könne, findet die Verwaltung. Das war nach langem Hin und Her in der Stadtverordnetenversammlung inklusive gekipptem Beschluss, demnach eine „Mammutkita“ mit Platz für bis zu 180 Kindern vorgesehen war, nicht immer so klar. Den Beschluss revidierten die Politiker schließlich. Dazwischen lag der Bruch der Koalition aus CDU, SPD und WIR-BfD. Nun wird dort bis voraussichtlich Ende des Jahres eine große, aber eben keine Mammuteinrichtung für 155 Kinder in holzhybridbauweise hochgezogen. Im Obergeschoß sollen insgesamt fünf Ü3-Gruppen unterkommen. Im Parterre sind drei U3-Gruppen vorgesehen.

Auf dem Dach sichert eine Fotovoltaik-Anlage den Eigenverbrauch mit mehr als Dreiviertel des Energiebedarfes, eine Luftwasserwärmepumpe beheizt das Gebäude und eine Fußbodenheizung wärmt im Winter und soll in heißen Sommermonaten kühlen. Erster Stadtrat Lang hebt eben diese Umweltstandards hervor, die den CO2-Ausstoß mit etwa 56 Tonnen pro Jahr um 22 Tonnen geringer machten, als es bei konventioneller Haustechnik der Fall sei: „Mit diesem Konzept ist uns der Spagat zwischen Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Ökologie sehr gut gelungen.“ Die Betreuung erfolgt in teiloffenem Konzept, fünf themenbezogene Funktionsräume sollen dem Nachwuchs verschiedene „Welten zum Entdecken und Spielen“ bieten. „Da entsteht ein echtes Schmuckstück“, findet Kita-Leiterin Lesser: „Die Kolleginnen und vor allem die Kinder freuen sich auf die neuen Räume. Gedanklich sind wir schon beim Umzug und Einrichten.“  ron

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