Kita-Situation bleibt schwierig 

Dietzenbach: Regelbetrieb in Kindertagesstätten nach Ferien angestrebt

Dietzenbach: Wie und vor allem wann geht es weiter? Noch ist das für die Kita 11 am Stiergraben und die anderen Dietzenbacher Betreuungseinrichtungen unklar. Foto: bw

Seit dem 2. Juni gilt auch in den Kindertagesstätten in Dietzenbach der „eingeschränkte Regelbetrieb“. 

Dietzenbach - Rund 400 Kinder könnten so die Einrichtungen derzeit wieder besuchen, teilte Peter Amrein, Fachbereichsleiter Soziale Dienste, in der aktuellen Sitzung des Ausschusses für Soziales, Kultur und Integration (SoKI) mit. Dabei machte er auch deutlich, wie schwierig die Lage weiterhin ist. Wie es in Sachen Kinderbetreuung in der Kreisstadt weitergeht, bleibt wohl vorerst unsicher.

Die schwierige finanzielle Lage erleichtere es nicht. „Allein zum jetzigen Zeitpunkt rechnen wir mit Mindereinnahmen in Höhe von bis zu 280 000 Euro“, berichtete Amrein. Schon seit Mai würden keine Elternbeiträge mehr erhoben, lediglich die Notbetreuung sei zahlungspflichtig. Hinzu komme, dass die Stadt auch die Ausfälle bei vertraglich verbundenen Trägern wie der evangelischen Kirche und der Behindertenhilfe zahle.

Mit der jetzigen sogenannten Phase 3 habe sich die Gruppenstärke in den Kitas auf bis zu 15 Jungen und Mädchen erhöht. „Und wir haben wieder unser gesamtes Personal im Einsatz“, berichtete Amrein. Ausgenommen seien immer noch die Angehörigen der Risikogruppen, insgesamt 27 Mitarbeiterinnen. „Da wird gerade überregional diskutiert, wie die weitere Entwicklung aussehen soll, und wir hoffen auf eine baldige Entscheidung.“

Ob sich der ab dem 6. Juli von der Landesregierung vorgesehene Regelbetrieb in Dietzenbach so umsetzen lasse, sei derzeit nicht absehbar. „Wir fahren immer noch auf Sicht“, betonte Sozialdezernent und Erster Stadtrat Dieter Lang. Die Personaldecke reiche nicht und die verschärften Hygienevorschriften seien nur schwer umzusetzen. „Wir streben aber einen Regelbetrieb nach den Sommerferien an“, versicherte Amrein. Das gelinge nur, wenn die Infektionszahlen weiter niedrig blieben, wieder eine Gruppengröße von 25 Kindern möglich sei und die personellen Engpässe behoben werden könnten. „Immerhin hat das Land die Möglichkeit erörtert, dass auch nicht-fachspezifisches Personal die Kindergartenteams ergänzen könnte“, sagte Lang.

Weiter teilte Fachbereichsleiter Amrein mit, dass die Kitas, wie regulär in der entsprechenden Satzung vorgesehen, während der letzten drei Wochen der hessischen Sommerferien schließen. „Ein Grund dafür ist, dass in dieser Zeit etwa die Hälfte der Urlaubsansprüche aller Kolleginnen abgegolten werden, die freie Zeit müsste ansonsten auf das gesamte Jahr verteilt werden.“ Darüber hinaus biete dieses übliche Vorgehen Planungssicherheit für die Eltern, die ihren Urlaub eingereicht haben und nicht mehr ändern könnten. Weitere Informationen soll in der kommenden Woche ein Elternbrief liefern. VON BARBARA SCHOLZE

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