Beim Einleben unterstützen

Sozialarbeiterinnen für Asylbewerber treten Dienst an

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Die Sozialarbeiterinnen Kerstin Eibach (von rechts), Amélie Heuser-Kettenring, Andrea Krug und Ricarda Schwarz gemeinsam mit Sylvia Schmidt und Corinna Weigand (Stadt Dietzenbach, hinten von links), Christine Seißler (Kreis-AWO), Erster Stadtrat Dieter Lang und Dirk Hartmann (AWO).

Dietzenbach - Gemeinsam zu Behörden gehen, beim Einleben in der Stadt helfen und Ansprechpartner sein: Drei neue Sozialarbeiterinnen kümmern sich um die Belange der Flüchtlinge. Von Carolin Henneberg 

Etwa 350 Flüchtlinge leben zurzeit in der Kreisstadt. Allerdings schwankt diese Zahl, denn jeden Montag ziehen neue Asylbewerber nach Dietzenbach und gleichzeitig erhalten andere eine Anerkennung. Wer als Flüchtling anerkannt ist, bekommt eine Aufenthaltserlaubnis für mehrere Jahre und kann seinen Wohnort frei wählen. Schon seit September vergangenen Jahres kümmert sich Sozialpädagogin Kerstin Eibach um die Flüchtlinge in der Kreisstadt. „Die Arbeit ist sehr, sehr wichtig für die Menschen und die Stadt“, betont Erster Stadtrat Dieter Lang, der außerdem die „Projektstelle Flüchtlinge“ leitet. „Eine Person war aber viel zu wenig“, fügt er hinzu. Und so wurden jüngst drei neue Flüchtlingssozialarbeiterinnen – Amélie Heuser-Kettenring, Ricarda Schwarz und Andrea Krug – eingestellt. Das Team, unter Leitung von Kerstin Eibach, ist für die Betreuung und Unterstützung der Geflüchteten zuständig. „Die Damen kümmern sich um alles“, erklärt Lang, „sie begleiten bei Behördengängen, helfen Konflikte zu lösen und sind einfach Ansprechpartner“. Eine gute Basisversorgung sei Grundlage für eine gelungene Integration.

Angestellt sind die Sozialarbeiterinnen – zwei Vollzeit- und zwei Teilzeitstellen – in Auftrag des Kreises Offenbach über den AWO-Kreisverband, der seit vergangenem September auch Träger der Flüchtlingsarbeit in Dietzenbach ist. Um möglichst nah am Geschehen zu sein, teilen sich die Vier auf verschiedene Wohnstätten auf, sodass alle Flüchtlinge eine zentrale Anlaufstelle haben. Kurze Wege zwischen Geflüchteten und Sozialarbeitern hätten sich bewährt, daher beziehen Heuser-Kettenring, Schwarz und Krug ihre Büros direkt in den Einrichtungen.

Die Zuweisungen seien im laufenden Jahr – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – um das Vierfache gestiegen, heißt es seitens der Stadt, eine personelle Aufstockung sei demnach sinnvoll gewesen. Der Betreuungsschlüssel liegt im Kreis bei 1:100. Das heißt: Ein Sozialarbeiter soll für etwa 100 Flüchtlinge zuständig sein. „Alle Organisationen, die sich innerhalb der Stadt um die Aufnahme und Betreuung kümmern, arbeiten Hand in Hand“, sagt der Erste Stadtrat: Die Aufnahme neuer Asylbewerber werde jeweils montags von einem Team bestehend aus einem Mitarbeiter der städtischen Flüchtlingsstelle, einer Sozialarbeiterin der AWO und freiwilligen Helfern der hiesigen Flüchtlingshilfe gestemmt. Die enge Zusammenarbeit der Akteure klappe hervorragend und werde von allen als hilfreich und bereichernd empfunden.

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