Partnerschaft mit Kunming

Spende aus Fernost: Dietzenbachs Partnerschaft mit Kunming trägt erste Früchte

„Auf geht‘s, Deutschland“, steht auf den Bildern, die die Schüler der Spendenorganisatoren Sha Sha (von links), Magdalena Cholewa und Eddi Ameur gemalt haben.
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„Auf geht‘s, Deutschland“, steht auf den Bildern, die die Schüler der Spendenorganisatoren Sha Sha (von links), Magdalena Cholewa und Eddi Ameur gemalt haben.

Die Freundschaft zwischen Kunming und Dietzenbach besteht schon einige Jahre, die offizielle Städtepartnerschaft ist erst wenige Wochen alt. Um so erfreulicher ist es, dass die Kontakte zur Stadt des ewigen Frühlings bereits erste Früchte tragen.

Dietzenbach/Kunming – Aus den Berichten über die ausgewanderte Lehrerin Magdalena Cholewa und ihr Leben in Kunming während der Corona-Pandemie resultiert nun ein Hilfsprojekt für Dietzenbach. „Viele Auswanderer wollen zurzeit Maskenspenden in ihre Heimatländer schicken“, erzählt Cholewa. Über unsere Zeitung entstand ein Kontakt zwischen ihr und Norbert Kern, der die Städtepartnerschaft aktiv förderte.

Mit einem Hilfegesuch meldete sich Norbert Kern bei seinen Kontakten in Kunming. Cholewa und zwei Kollegen – Sha Sha und Eddi Ameur – waren mit ihrer Organisation schon so weit, dass sie Kern eine positive Antwort schicken konnten. „Wir haben etwas Geld zusammen gelegt und bei diversen Fabriken angerufen“, berichtet Cholewa. „Uns war es wichtig, dass die Qualität gewährleistet ist.“

Nach einem Telefonat mit dem Zoll und einer erfolgreichen Probesendung nach Deutschland „wollten wir uns bei Herrn Kern melden, da hatte er an dem Tag eine Mail geschickt“. Kern berichtete von der Situation in Deutschland, aber auch im speziellen in Dietzenbach.

Freude beim Auspacken: Norbert Kern nimmt das Paket mit den Einwegmasken in Empfang und verteilt diese an Dietzenbacher Einrichtungen.

So wurde eine eine Spende von 800 Einweg-Masken auf den Weg in die Kreisstadt geschickt. Das Paket wurde diese Woche von Norbert Kern und Rolf Gödsche vom Logistikunternehmen Arnold und Hanl in Empfang genommen. „Das ist leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein“, sagt Kern, schaue man auf die benötigte Menge. Trotzdem freut er sich, denn „über Frau Cholewa haben wir Unternehmen aufgetan, bei denen zum Beispiel Einrichtungen bestellen können“.

Die private Spende verteilte Kern in gleichen Teilen an die Heinrich-Mann-Schule, an das Kreishaus in Dietzenbach, an die Stadtverwaltung sowie an die berufsgenossenschaftliche Unfallklinik in Frankfurt.

VON YVONNE FITZENBERGER

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