„Nachteil ist unverschämt“

Stadtverordnete sind für S-Bahn-Ausbau Richtung Rödermark

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Ein Dauerbrenner in der Kreisstadt: die S-Bahn-Linie 2.

Dietzenbach - Ein jeder Dietzenbacher habe seine ganz eigene Geschichte zur S-Bahn zu erzählen, sagte Andrea Wacker-Hempel in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung zum Antrag ihrer Grünen-Fraktion.

Dieser beinhaltet, wie berichtet, den Auftrag an den Magistrat, „sowohl bei der Bundesbahn als auch bei dem Verkehrsministerium des Landes Hessen und der Kreisverkehrsgesellschaft herauszufinden, ob im Zuge des Ausbaus des ÖPNV und der Reduzierung des Individualverkehrs ein Anschluss der S-Bahn von Dietzenbach über Rödermark nach Darmstadt in künftigen Verkehrsplanungen vorgesehen oder denkbar“ ist.

Ulrike Alex sagte dazu, der Antrag sei unvollständig, da fehle ihr etwas. Es gebe genügend Argumente, eines sei Gerechtigkeit. Die SPD unterstütze das Ziel der Grünen, man tue das aber wohl „für die, die nach uns kommen“. Thomas Goniwiecha (CDU) betonte, dass auch die Christdemokraten den Vorschlag unterstützen und richtete die Bitte an alle Beteiligten, „ihren Einfluss geltend zu machen, um das für die Zukunft zu realisieren“.

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Auch Sven Hartmann (FDP) stimmte zu. Das sei aber der zweite vor dem ersten Schritt. Zunächst müsse die S2 „halbwegs pünktlich fahren“: „Was wir die letzten Wochen erlebt haben, ist unsäglich, der Nachteil der S2 ist unverschämt.“ In die gleiche Kerbe schlug Vecih Yasaner (Die Linke): „Bestimmte Gebiete werden fürstlich bedient, andere wie Schmuddelkinder behandelt.“

Dem Antrag der Grünen war nur die AfD abgeneigt. Heinrich Eckert begründete das wie folgt: „Richtung Darmstadt bauen wir immer dann aus, wenn Landtagswahl ist – das habe ich schon dreimal erlebt.“ Grünen-Fraktionschefin Wacker-Hempel sagte abschließend: „Wir machen das für uns alle.“ (ron)

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