Motiviert zurück in den sportlichen Alltag

Unter strengen Auflagen nimmt die TG Dietzenbach den Betrieb wieder auf

Abstand ist die Grundvoraussetzung beim Training. Hinzu kommen eine Reihe anderer Regeln, die von der TG erfüllt werden müssen.
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Abstand ist die Grundvoraussetzung beim Training. Hinzu kommen eine Reihe anderer Regeln, die von der TG erfüllt werden müssen.

Wie für alle Sportvereine war der Lockdown eine schwierige Zeit. Nun, nach fast zehnwöchiger Corona-Zwangspause, hat die TG den Sportbetrieb wieder Schritt für Schritt aufgenommen.

Dietzenbach – Natürlich unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln beziehungsweise der Vorgaben der Sportverbände. Die verschiedenen Vorgaben seien am Anfang sehr verwirrend gewesen, sagt der Vorsitzende der TG Dietzenbach, Roland Henneberg. Der Vorstand hat viele Gespräche mit den Trainern geführt und die vereinseigenen Anlagen für die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs fit gemacht. Die Einheiten in den einzelnen Abteilungen werden nach sportartspezifischen Vorgaben-, Richtlinien und Hygienekonzepten abgehalten. „Das alles umzusetzen, ist ein Riesenaufwand für uns als kleinen Verein“, berichtet Henneberg. Auch für die Trainer sei all das sicherlich nicht leicht. Sie seien etwa angehalten, jeweils nach den Stunden zehn bis 15 Minuten den Trainingsraum durchzulüften und zu desinfizieren. Denn seit diesem Monat darf auch wieder die Vereinshalle auf dem Wingertsberg genutzt werden.

So haben mittlerweile viele Abteilungen des Sportvereins ihren Trainingsbetrieb wieder aufgenommen. Die Tennisspieler sind bereits seit Mitte Mai wieder auf den Plätzen aktiv und mittlerweile finden auch viele Gymnastik- und Fitnesskurse wieder statt. Ebenso treffen sich die Tanz- und Hip-Hop-Gruppen größtenteils wieder, um gemeinsam Sport zu treiben. Und auch die Turnerinnen im Leistungs- und Breitensport sind zurück auf dem Wingertsberg.

Nach elf Wochen Corona-Pause freut sich nun aber auch endlich das Trampolin-Team der TG darüber, die Trainingshalle wieder zu betreten. Immer im Gepäck der Sportler und Trainer, so schreibt es die Hygieneverordnung vor: Yogamatte, Handtuch, Händedesinfektionsmittel und eine Flasche Wasser. Aufgrund der Größe der Sporthalle sei die Umsetzung der Abstandsregelung problemlos möglich, berichtet Trainerin Jacqueline Schuldt. Zudem seien die Athleten in feste Gruppen eingeteilt. Flächendesinfektionsmittel sowie Einmaltücher sind vom Verein bereitgestellt, sodass alle Geräte nach Gebrauch wieder gereinigt werden können.

Obwohl die Freude über die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs groß ist, bleibt da auch die Enttäuschung über den verschobenen Trampolin-Bundesliga-Start, der im Juni auf dem Programm gestanden hätte, aber aufgrund der Pandemie aufs kommende Jahr verschoben wurde. „Für die Trampoliner ist es sehr traurig, darauf haben wir alle schon hingefiebert“, sagt Vereins-Chef Roland Henneberg.

Dennoch sei das Trampolin-Team hoch motiviert in seinen sportlichen Alltag zurückgekehrt und freue sich auf kommende Herausforderungen, wie beispielsweise am Jahresende die Deutsche Meisterschaft in Worms.

Der Start der Senioren- und Kindergruppen müsse weiterhin warten, sagt Henneberg. Man habe eine Umfrage unter den älteren Vereinsmitgliedern gemacht. „Der größte Teil hat gesagt, es sei noch zu risikoreich.“ Und auch der TG-Vorsitzende lässt lieber Vorsicht walten: „Ein Fall und wir müssten alles dichtmachen. Da würden alle darunter leiden.“ (lj)

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