Vereine

Vorstand neu strukturiert: Seniorenhilfe will zukünftig Aufgaben auf mehr Schultern verteilen

Der Vorstand der Seniorenhilfe hat sich mit einem Kern- und Fachvorstand neu aufgestellt.
+
Der Vorstand der Seniorenhilfe hat sich mit einem Kern- und Fachvorstand neu aufgestellt.

Die Seniorenhilfe Dietzenbach e.V. (SHD) hat ihre Ordentliche Mitgliederversammlung im Capitol Dietzenbach, Europaplatz 3, unter den aktuellen Hygienebedingungen abgehalten. Nachdem der erste Versuch eine Versammlung abzuhalten Corona bedingt abgesagt werden musste, klappte es im zweiten Anlauf.

Dietzenbach – Auch diesmal standen wichtige Entscheidungen auf der Agenda. So stellt sich der Verein mit einem neuen Vorstand auf. Dieser nennt sich jetzt Kernvorstand. Die SHD verzichtet ab sofort auf einen Ersten und Zweiten Vorsitzenden. An seiner Stelle übernimmt der neue Kernvorstand, der aus drei Mitgliedern (Uwe Matejovski, Renate Skazel und Karlheinz Wenninger) besteht, die Arbeit. Die Mitglieder winkten dazu mehrere Satzungsänderungen durch. „Diese Entscheidung entlastet uns sehr, denn die Verantwortung lastet nun nicht mehr auf zwei Schultern, sondern auf drei“, sagt Matejovski, bisheriger 1. Vorsitzende und nun Mitglied im Kernvorstand. „Wichtige Entscheidungen wie Versicherungsverträge oder größere Anschaffungen können nun von zwei der drei Vorstandsmitglieder getroffen werden.“ Auch die einzelnen Abteilungen stellen sich neu auf und werden jetzt durch einen Fachvorstand vertreten. „Das ist notwendig, da wir die Aufgaben jetzt besser aufteilen können“, sagt Matejovski. Über ein neues Gesicht dürfen sich die Mitglieder dann auch gleich freuen, denn Hermann Zilch, der vielen vom FC-Dietzenbach bekannt sein dürfte, wurde ebenfalls in den Fachvorstand gewählt.

Bei einigen Punkten der Agenda bestand Redebedarf und es wurde teils kontrovers diskutiert, letztlich wurden aber fast alle Anträge angenommen. Nur ein Antrag zur Änderung der Satzung, der die Übertragung des Vermögens bei einer Auflösung der SHD definiert, fand keine Mehrheit.

„Das ist nicht bei allen Seniorenhilfen im Umkreis selbstverständlich.“

Die Mitgliederversammlung verlief sonst erwartungsgemäß: Nach der Begrüßungsansprache durch den 1. Vorsitzenden Uwe Matejovski und der Genehmigung des Protokolls der vorjährigen Sitzung, folgten die Berichte zu den Aktivitäten der letzten 12 Monate. Wie erwartet mussten viele Vorträge und Treffen in der Pandemie abgesagt werden. Leider muss der Verein einen Mitgliederschwund durch Sterbefälle und Wegzüge beklagen. Jedoch gab es 40 Neuzugänge. Die SHD möchte jetzt mit der neuen Mannschaft so schnell wie möglich wieder durchstarten und ihrer eigentlichen Kernaufgabe nachgehen, jedoch ist die Raumsituation im Reinhard-Göpfert-Haus (RGH) noch nicht vollständig geklärt. „Die SHD bedauert, dass sie nicht mehr über die gewohnten Zeiten und Räume verfügen kann“, so der Vorstand. Einige Arbeitsgruppen würden deshalb ihre Sitzungen schon außerhalb abhalten.

Die eigentliche Hintergrundarbeit wie die Vermittlung von Aufträgen und Besuchen habe stattgefunden und findet nach wie vor statt. „Das Büro war und ist die ganze Zeit erreichbar“, sagt Matejovski und er lobt die ehrenamtlichen Mitarbeiter dafür besonders. „Das ist nicht bei allen Seniorenhilfen im Umkreis selbstverständlich.“ Die Kommunikation zwischen den Mitgliedern war zwar manchmal schwierig, einige haben deshalb sogar zu traditionellen Methoden wie das Briefeschreiben gegriffen haben. Eva Ullrich wurde nach ihrer langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit abschließend noch zur Ehrenvorsitzenden ernannt. (Von Burghard Wittekopf)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare