Tätigkeitsbericht des Seniorenbeirats

Dietzenbach: Werben für bessere Pflege-Angebot

Ein Schwerpunkt des Seniorenbeirats in Dietzenbach liegt auf der Verbesserung der örtlichen Pflege. (Symbolbild)
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Ein Schwerpunkt des Seniorenbeirats in Dietzenbach liegt auf der Verbesserung der örtlichen Pflege. (Symbolbild)

Wegen Corona ist die turnusgemäße Neuwahl des Seniorenbeirats ausgefallen. Dennoch haben die Mitglieder einen ausgiebigen Tätigkeitsbericht vorgelegt.

Dietzenbach – Die Wahlperiode ist bereits vorbei, am 6. April sollte im üblichen dreijährigen Turnus der neue Seniorenbeirat gewählt werden. Doch angesichts der Corona-Pandemie fiel die Abstimmung bisher ins Wasser. „Also ist der Beirat bereits jetzt länger im Amt als gedacht“, hatte Mitglied Gerd Wendtland im Sozialausschuss der Stadtverordnetenversammlung mitgeteilt. In einer ersten Sitzung nach dem Lockdown werde man überlegen, wann die reguläre Wahl stattfinden kann und unter welchen Bedingungen.

Einen Tätigkeitsbericht der bisherigen Amtszeit hat Wolfgang Altenburg, aktueller Vorsitzender des Beirates, indes bereits vorgelegt. Danach hat die Amtsperiode im Jahr 2017 gleich mit einem Fest zum 40. Geburtstag der Institution begonnen. Höhepunkt war eine akademische Feier im Sitzungssaal des Rathauses, mit Franz Müntefering, dem Vorsitzenden der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen als Gast und Redner.

Ein Schwerpunkt der Seniorenvertretung in der eigentlich abgelaufenen Amtszeit lag beim Thema „Sport und Gesundheit“. Dazu wurde ein Arbeitskreis gegründet und der Austausch mit örtlichen Sportvereinen gesucht. „Wir haben uns auch mit dem Thema Biokinematik, also mit chronischen Schmerzen und ihrer Behandlung, beschäftigt und Kurse für die Mitglieder des Beirates und Interessierte organisiert“, teilt die Seniorenvertretung mit. Eine Folge der zusammengetragenen Informationen sei die Idee gewesen, die Sportanlage im Hessentagspark mit Geräten zu ergänzen, die auf Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt sind. Dazu wurden Spenden zusammengetragen.

Ebenso widmete sich der Beirat dem Thema Beratung seitens der städtischen Seniorenarbeit. Zusammen mit dem Fachbereich „Soziale Dienste“ warben die Mitglieder dafür, die Angebote für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zu verbessern. „Solche Angebote können auch ein Standortvorteil für den Wohn- und Wirtschaftsstandort Dietzenbach sein“, heißt es im Tätigkeitsbericht. Auch dabei hat der Beirat weitere Netzwerke gebildet, etwa Kontakt mit der Arbeiterwohlfahrt aufgenommen und sich über den Pflegestützpunkt und die „Leitstelle Älter werden“ informiert. Darüber hinaus sind die Mitglieder kontinuierlich im „engen Austausch“ mit den Betreibern der lokalen Pflegeheime.

„Die aktive Teilhabe von Bürgern aller Altersklasse am Leben der Kreisstadt stellt Anforderungen an die kommunale Infrastruktur“, betonen die Beiratsmitglieder weiter. So seien etwa beim Thema Barrierefreiheit die Bedürfnisse der Generationen gar nicht so unterschiedlich. Um Barrieren zu beseitigen und das Umfeld für Senioren zu verbessern, habe der Seniorenbeirat auf Grundlage einer Stadtbegehung verschiedene Schritte unternommen. Dabei sei unter anderem die Idee für weitere Bänke im Stadtgebiet entstanden. Weit in der Planung vorangeschritten sei zwischenzeitlich auch das Projekt „Rikscha“ in der Stadt.

Der Seniorenbeirat wurde im Jahr 1977 zum ersten Mal gewählt. Aktiv im Sinne ihrer Generation und ihrer Stadt sind sechs direkt gewählte Mitglieder und zwölf Delegierte aus Organisationen, die in der Seniorenarbeit engagiert sind.

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