DRK freut sich über Spende

Dietzenbacher ist Botschafter der Deutschen Teddy-Stiftung

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Ein neuer Passagier im KTW, der bestenfalls nie zum Einsatz kommt: Bärenbotschafter Marc Seddig (rechts) hat dem DRK-Ortsverband 72 Trösteteddys gespendet. Vorsitzender René Bacher (links) und Jugendrotkreuzleiterin Julia Löhr (Mitte) freuen sich über die neuen „Kollegen“.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Dietzenbach hat einen neuen Passagier an Board. Er ist zwar nur 28 Zentimeter klein, aber seine Aufgabe ist dafür umso größer. Seine Kollegen vom DRK hoffen allerdings, dass der Mitfahrer aus dem Norden lange arbeitslos bleibt.

Dietzenbach –  Seine Arbeit beginnt dann, wenn Kinder in Notsituationen geraten: der Tröste-Teddy der Deutschen Teddy-Stiftung.

Das Plüschtier lebt als Herde üblicherweise in Kartons. Ans Tageslicht haben sie sich nun getraut, als Marc Seddig im DRK einen dankbaren Spendennehmer gefunden hat. Der Dietzenbacher ist vor zwei Jahren geschäftlich im Hamburger Raum unterwegs gewesen, als er im Radio von der Teddy-Stiftung gehört hat. „Ich habe mir die Sendung von Anfang bis Ende angehört, weil mich die Idee dahinter so fasziniert hat“, berichtet er. Der Teddy ist bewusst neutral gehalten, trägt keine Uniform oder ähnliches. Er soll Kindern, die etwa in einen Verkehrsunfall verwickelt sind, Trost spenden. Er trocknet Tränen oder schenkt eine Umarmung, wenn es nötig ist. „Ich war zu dieser Zeit sehr empfänglich für solche Themen, weswegen ich das unterstützen wollte“, erzählt der Dietzenbacher weiter. Die Stiftung zeichne sich dadurch aus, dass die Spenden direkt in Teddys „umgerechnet“ werden. „Außerdem kann man angeben, welcher Organisation die Spende zugutekommen soll“, erläutert Seddig. Andersrum gebe es aber auch Menschen, die für ihre Plüschtröster kein genaues Ziel haben. „Es gibt auch die Möglichkeit, dass sich Initiativen um Teddybären bewerben können“, sagt er. Das ginge dann von diesem Kontingent ab.

In seiner Firma hat Seddig bereits zwei große Spendenaktionen rund um den Bewältigungsbären gestartet. Für dieses Engagement hat ihn die Stiftung zum „Bärenbotschafter“ für das Rhein-Main-Gebiet ernannt. Somit ist er der Ansprechpartner für alle Interessierten oder wohnt Spendenübergaben bei. „Das ist eine Aufgabe, die ich gerne übernehme.“

Vor gut einem Jahr hat er sich zusammen mit Christoph Beckmann dazu entschlossen, 72 Bären eine Aufgabe zu geben. Losgelöst von der Rolle als Geschäftsführer oder Botschafter, schlichtweg ein privates Anliegen. Dass die beiden Männer fast ein Jahr lang auf der Suche nach willigen Spendenempfängern in der Kreisstadt sein würden, hat der Dietzenbacher allerdings nicht gedacht. „Ich wurde von Stelle zu Stelle weitergereicht“, berichtet er. Stellen, die nicht zuständig seien, oder gut gemeinte Ratschläge, wo die Spende besser aufgehoben sein könnte. Gewundert habe ihn das schon, schließlich gehe es bei der Stiftung, die ihren Sitz im niedersächsischen Esens hat, ja um das Wohl von Kindern. So sei bei Vereinigungen, die eine Jugendabteilung haben, doch von Interesse auszugehen.

Auf seiner Liste ist Seddig schließlich beim DRK angekommen. Der Ortsvereinsvorsitzende René Bacher meint: „Uns freut die Anfrage sehr, wir nehmen die Teddys gerne in unsere Obhut.“ Es habe in der Vergangenheit durchaus schon Situationen gegeben, bei denen ein solcher Tränentrockner zum Einsatz hätte kommen können. „Mit Staubschicht auf dem Fell gefallen sie mir aber noch besser“, fügt Bacher hinzu. Seddig freut sich, dass seine Suche nun ein Ende hat. Nun kann er sich ganz darauf konzentrieren, die Stiftung im Rhein-Main-Gebiet bekannter zu machen. „Das Netzwerk an Botschaftern wächst“, betont er. Ein Trösteteddy kostet 3,60 Euro; ein kleiner Griff in die Tasche mit großer Wirkung.

Infos im Internet

deutsche-teddy-stiftung.de

VON LISA SCHMEDEMANN

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