Interview, Teil zwei:

Rogg: „Ein paar Ideen habe ich ja noch“

Seit Jürgen Roggs Amtsantritt als Bürgermeister wurden rund 70 Prozent der Gewerbeflächen erfolgreich vermarktet. J Fotos: Häsler / p
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Seit Jürgen Roggs Amtsantritt als Bürgermeister wurden rund 70 Prozent der Gewerbeflächen erfolgreich vermarktet.

Dietzenbach - Bürgermeister Jürgen Rogg spricht nach einem ereignisreichen Jahr über die Themen, die die Bürger der Kreisstadt bewegen.

Im zweiten Teil des Interviews mit Redaktionsleiter Ronny Paul geht es unter anderem um die S2, die Probleme im Quartier Süd-Ost und um Roggs Zukunft als Rathauschef.

Viele Pendler hadern immer noch mit der Zuverlässigkeit der S-Bahn. Wie schätzen Sie die Situation der auf den ÖPNV angewiesenen Pendler ein?
Sehr unbefriedigend, wobei die Zuverlässigkeitsquote, die uns vom RMV gemeldet wird, subjektiv von den Betroffenen manchmal nicht nachvollziehbar ist. Wenn ich dreimal in der Woche zu spät zur Arbeit komme, weil die S-Bahn nicht fährt, oder ich komme abends in Steinberg an und muss schauen, wie ich in die Altstadt oder zum Hexenberg komme, ist das mehr als unbefriedigend. Tatsächlich fährt die S-Bahn. Sie fährt etwas besser als vor der Tunnelsperrung. Sie fährt aber nicht so, wie sich die Nutzer und wir als Stadt uns das wünschen würden. Wir sind im Aufsichtsrat der Kreisverkehrsgesellschaft vertreten. Auch dort sind die Beschwerden schriftlich an die Aufsichtsratsvorsitzende Claudia Jäger gerichtet worden. Ich bin zurückhaltend optimistisch, inwieweit hier Optimierung möglich ist. Ich glaube, es liegt am System. Daran, wie der ÖPNV insgesamt im Rhein-Main-Gebiet aufgebaut ist. Dietzenbach hat auch das Problem, dass es einen Sackbahnhof hat, und so hängt man uns dann schon mal ab.
Würden Sie einen Ausbau Richtung Rödermark oder Dieburg befürworten?
Definitiv. Es soll eine Machbarkeitsstudie geben. Auch das ist über die KVG gemacht worden. Wir würden alle davon profitieren.
Über das Jahr hinweg hat der Friedhof immer wieder Schlagzeilen gemacht. Negativer Höhepunkt war eine gestohlene Urne. Was wollen Sie tun, damit die letzte Ruhestätte besser vor pietätlosen Dieben und Vandalen geschützt wird?
Wir können nicht einen kompletten Friedhof videoüberwachen. Ich persönlich finde es absolut bedauerlich und kann auch nicht nachvollziehen, wie man so etwas machen kann. Ein Weg wäre, den Friedhof wieder abzusperren. Nur gibt es so viele Stellen, an denen ich einfach auf den Friedhof komme. Und die Menschen, die so etwas machen, haben entweder eine kriminelle oder eine abnormale Energie, die sie da ausleben wollen. Und die werden wir mit nichts daran hindern. Das hat nicht nur Dietzenbach, sondern auch andere Friedhöfe getroffen und ja auch wieder aufgehört. Wir haben Warnschilder für Videoüberwachung aufgehängt und kurzfristig mobile Kameras eingesetzt: Anscheinend hat auch das ein bisschen gewirkt.

Kennen Sie die Wappen aus der Region?

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Das vollständige Interview (Teil II) finden Sie in der Wochenendausgabe der Offenbach-Post, Teil I des Interviews können Sie in voller Länge in der gestrigen Freitagsausgabe lesen.

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