Ebbelwoi und Süßer unter blauem Himmel

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Beim Obst- und Gartenbauverein herrschte beim Kelterfest der meiste Andrang. Die Gärtner versorgten ihre Gäste mit Kartoffelpfannkuchen mit Apfelmus. Beim Heimatverein durften die Gäste selbst ans Werk und erntefrische Äpfel verarbeiten.

Dietzenbach - Weniger rund als um den Apfel ging es auf dem Dietzenbacher Kelterfest. Während entlang der Apfelwein- und Obstwiesenroute im Hessentagspark alle Tische voll besetzt und das Fest im vollen Gange war, musste man in der Innenstadt rund um den roten Platz schon genauer hinsehen, um ein zusammenhängendes Fest zu entdecken. Von Katharina Hempel

Das Konzept hinter den so genannten Picknickplätzen, die an verschiedenen Stellen aufgebaut worden waren und Besucher zum Verweilen und Verzehren von gekauften oder mitgebrachten Leckereien einladen sollten, schien den meisten noch nicht ganz klar zu sein. Doch je leerer die Bänke dort waren, desto voller war es bei den teilnehmenden Partnerbetrieben.

Auch bei Familie Kerschbaumer wurde im Hof gekeltert.

Weit hörbare Volksmusik lockte zum Hoffest von Familie Eckert. Mit dem Debüt seines „Dietzebäscher Märktsche“ zeigte sich Rainer Eckert „sehr zufrieden“. Das bunte Angebot an Obst und Gemüse aus eigenem oder hessischem Anbau hatte Gefallen gefunden und der Hof war voll. Anhänger von progressiverer Musik kamen im Hügeleck auf ihre Kosten, wo „Swing und mehr“ gespielt wurde, oder in der Gaststätte Harmonie, wo selbst gekelterter Süßer und Bratwurst vom Grill mit live gespielten Abba-Liedern serviert wurden.

Eindrücke vom Fest:

Rund um den Apfel

Hier unterhielten auch die Bieberbach-Company, Rainer Weisbecker und Reiner Wagner alias Reiner Blödsinn. Keine Getränkekarte kam an diesem Sonntag ohne „Ebbelwoi“, Süßer oder Federweißer aus. Wie aus dem Apfel eines dieser Getränke wird, wurde im Hofe des Heimatmuseums vorgeführt. Apfelpressen sollten besonders den kleinen Besuchern zeigen, dass der Apfelsaft nicht aus dem Tetra-Pak kommt, so Günther Hofmann vom Dietzenbacher Heimats- und Geschichtsverein.

Wer wollte, durfte sogar selbst am Schraubstock drehen und sich sein Glas mit Frischgepresstem füllen. „Ich bin zufrieden mit dem Besuch, erfahrungsgemäß wird es zur Kaffeezeit voll“, resümierte Werner Jünger, Vorsitzender des Heimatvereins. Dies bleibt zu hoffen, denn Dietzenbacher Feste hatten schon bessere Besucherzahlen vorzuweisen. Wie sich die Stadtmarketing-Agentur die Zukunft des Festes vorstellt, war gestern leider nicht zu erfahren.

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