Der echten Weihnacht eine Chance geben

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St. Martin mit Nikolaus und Kalender in Dietzenbach

Dietzenbach (scho) ‐ An alt überlieferte Traditionen erinnert die katholische Pfarrgemeinde St. Martin auch zur diesjährigen Adventszeit und setzt damit einmal mehr ein Zeichen gegen Weihnachtskonsum und kitschige Blinkefiguren.

So heißt es in einer Aktion unmissverständlich: „Weg mit der Zipfelmütze!“ Stattdessen will die Gemeinde dem echten Nikolaus eine Chance geben, der nicht im rotweißen Coca-Cola-Kostüm daherkommt, sondern mit Mitra und Bischofsstab auftritt.

Dafür hat Pfarrer Stefan Barton gemeinsam mit seinen Schäfchen eine „Weihnachtsmannfreie Zone“ eingerichtet, wo es den „echten Nikolaus“ nach den Gottesdiensten und im Pfarrbüro (Offenbacher Straße 5) zu kaufen gibt. Wer möchte, kann ihn aus Schokolade zum Stückpreis von zwei Euro erwerben und an liebe Menschen verschenken. Der Erlös ist für die Jugendarbeit bestimmt. Die „Weihnachtsmannfreie Zone“ ist eine Aktion des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken.

Ebenso sind alle Interessierten eingeladen, sich Schritt für Schritt und jeden Tag ein wenig mehr dem Weihnachtsfest zu nähern, „damit uns der 24. Dezember nicht plötzlich und unterwartet vor der Tür steht“, so der Pfarrer. Mit einem „begehbaren Adventskalender“ wollen die katholischen und evangelischen Gemeinden wortwörtlich den Advent gemeinsam begehen und so verhindern, dass die Zeit nur so vorbeifliegt und wenig Möglichkeit zur Vorbereitung bleibt.

Dazu trifft sich die offene Gruppe an jedem Abend vom 1. bis zum 23. Dezember um 18.30 Uhr vor einem anderen Haus in der Stadt: Zum Singen, zum Beten und zum Zuhören, wenn weihnachtliche Texte verlesen werden.

Mittelpunkt ist dabei immer ein thematisch gestaltetes Fenster der Gastgeber, um das sich die halbstündige Besinnung rankt. Im Anschluss sind alle Besucher eingeladen, bei Getränken und Knabbereien noch ein wenig zu verweilen. Die Adressen der jeweiligen Treffpunkte liegen in den Pfarrbüros der katholischen und evangelischen Kirchen aus, werden in unserer Zeitung veröffentlicht und sind auf der Internetseite von St. Martin abzurufen.

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