Ehrung für Dominik Brunner

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Dominik Brunner heißt jetzt ein Platz in Dietzenbach.

Dietzenbach ‐ Nun hängt es also – das grüne Schild, das dem bislang kaum beachteten Platz nordwestlich der Kreuzung Dieffenbachstraße und Gustav-Heinemann-Ring endlich einen Namen gibt. Und es ist nicht irgendeiner: Namenspatron ist ein tragischer Held. Von Fabian El Cheikh

Als solcher wurde Dominik Brunner jedenfalls nach den Vorfällen von München-Solln im vergangenen Herbst gefeiert.

Soweit man von feiern sprechen darf, ist der Manager seinerzeit doch auf brutale Weise ums Leben gekommen, als er an einer S-Bahnstation mehrere Kinder vor Jugendlichen beschützte, die ihn daraufhin zu Tode traten und schlugen.

Der Vorfall machte bundesweit Schlagzeilen und heizte die gesellschaftliche Diskussion um junge Gewalttäter an. Eine „Dominik-Brunner-Stiftung“ versucht seitdem mit Brunners Beispiel für ein mutiges Eintreten gegen Gewalt zu werben. Posthum wurde dem Opfer gar das Bundesverdienstkreuz verliehen. Gleichwohl gab es später Meldungen, das Brunner möglicherweise übers Ziel hinausschoss und die Täter überhaupt erst provozierte.

Antrag wurde lange diskutiert

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Dessen ungeachtet erhob auch der Ausländerbeirat der Stadt Dietzenbach den tragischen Helden zum Vorbild für Zivilcourage und schlug der Stadtverordnetenversammlung vor, eine Straße nach Brunner zu benennen. Lange diskutierten die Mitglieder des Bauausschusses über den Antrag. Vor allem die CDU hatte anfänglich Bedenken, mit Brunner ausgerechnet eine Person des Zeitgeschehens auf eine Weise zu würdigen, die sonst eher historischen Persönlichkeiten wie Carl Ulrich, Thomas Mann oder den Geschwistern Scholl zuteil werde.

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