Leiterin und Konrektor waren bereits Schüler an der Astrid-Lindgren-Schule

Ein Stück Heimat

Verena Hofmann und Matthias Burgey kennen jede Ecke der Astrid-Lindgren-Schule.
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Verena Hofmann und Matthias Burgey kennen jede Ecke der Astrid-Lindgren-Schule.

Ich hätte mich niemals an einer anderen Schule als Rektorin beworben“, sagt Verena Hofmann, die seit August die Astrid-Lindgren-Schule (ALS) leitet. Die Institution sei für sie ein Stück Heimat. Ihr Gefühl kommt nicht von ungefähr. Schließlich wurde Hofmann einst in die ALS eingeschult. Nach ihrem Studium verbrachte sie dann ihr Referendariat in der Bildungseinrichtung und unterrichtete später dort.

Dietzenbach – „„Außerdem sind meine beiden jüngeren Geschwister hier zur Schule gegangen und meine Mutter war jahrelang im Schulelternbeirat“, berichtet Hofmann. Doch sie ist nicht die einzige mit solch einer engen Bindung zur Lindgren-Schule. Auch Matthias Burgey hat die Verbindung nie ganz verloren. „Ich gehörte gewissermaßen zu den Schülern der ersten Stunde“, erzählt der heutige Konrektor. Schließlich sei er im zweiten Jahrgang gewesen, der eingeschult wurde. Außerdem habe seine Mutter, die Lehrerin war, die Astrid-Lindgren-Schule gemeinsam mit dem heutigen Ehrenbürgermeister und damaligen Rektor Jürgen Heyer gegründet. „Aufgrund des Berufes meiner Mutter war ich auch später immer wieder an der Schule, obwohl ich dort schon lange nicht mehr unterrichtet wurde“, fährt Burgey fort. Er habe unter anderem bei Festen ausgeholfen. Als Erwachsener kehrte der heutige stellvertretende Leiter dann als Lehrer zurück. „Zu Beginn gehörten noch meine frühere Musik- sowie meine Klassenlehrerin zum Kollegium“, erinnert er sich. Mit ihnen gemeinsam zu arbeiten sei in keinerlei Weise merkwürdig gewesen. „Ich habe als Lehrer viel besser verstanden, warum sie früher gewisse Dinge gemacht haben“, sagt Burgey. Und rückblickend könne er mit Gewissheit sagen, dass die Lehrerinnen ihm und seinen Klassenkameraden das notwendige Fundament für ihr Leben mitgegeben haben.

Verena Hofmann war gerne Schülerin auf der Astrid-Lindgren-Schule.

An seine Grundschulzeit hat er hingegen kaum noch Erinnerungen. Liegt diese doch einige Jahre zurück. Allerdings: „Ich weiß noch, wie damals die Turnhalle gebaut wurde“, sagt Burgey. Den Schülern sei es verboten gewesen, die Baustelle zu betreten. Dennoch seien sie die aufgeschütteten Sandberge hinaufgeklettert, um die Bagger zu beobachten. Ähnlich wie ihrem Stellvertreter ergeht es Schulleiterin Verena Hofmann. Auch sie kann sich an die Zeit als Grundschülerin nur noch bruchstückhaft erinnern. „Zu Anfang hatte jeder Jahrgang ein bestimmtes Bild an der Klassentüre hängen“, erzählt Hofmann. Später dann seien diese durch robustere Türen ersetzt worden. Bedauerlich findet die Rektorin, dass das damalige Schultor mit den schicken lila Halbkreisen ausgetauscht worden ist. Zudem sei sie sich schon damals sicher gewesen, dass Lehrerin der beste Beruf auf der Welt ist. „Ich wollte unbedingt Diktate mit einem roten Stift korrigieren und auf Klassenfahrt gehen“, sagt Hofmann. Heute allerdings gehörten diese beiden Dinge nicht zwangsläufig zu ihren Lieblingsaufgaben.

Matthias Burgey war gerne Schüler auf der Astrid-Lindgren-Schule.

Für ihre Zeit als Schulrektorin erhofft Hofmann sich gemeinsam mit Matthias Burgey, dass es ihnen gelingt, ihre Schüler genau so positiv mit der Astrid-Lindgren-Schule zu verbinden, wie sie es sind. Tatkräftige Unterstützung erhalten die beiden dabei aus dem Kollegium sowie durch die Schulsozialarbeit und das Beratungs- und Betreuungsteam. Und auch weitere helfende Hände sind willkommen. Vom Praktikant bis zum Lehrer kann sich jeder bewerben. (Anna Scholze)

Infos im Internet: astrid-lindgren-schule-dietzenbach.de

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