Großes Interesse am Tag der offenen Tür der Heinrich-Mann-Schule

Eltern in Staunen versetzt

Begeisterung im Elektronik-Labor: Hier werden Lego-Modelle mit einem elektronischen Steuerteil per Computerprogramm zum Leben erweckt.
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Begeisterung im Elektronik-Labor: Hier werden Lego-Modelle mit einem elektronischen Steuerteil per Computerprogramm zum Leben erweckt.

Im Klassenraum für den Geschichtsunterricht lodert ein selbst gebasteltes Lagerfeuer. Rund herum setzen sich Schüler, die die Heinrich-Mann-Schule anlässlich des Tags der offenen Tür besuchen. Willkommen heißt sie die Lehrerin Nina Scheuermann. Die Pädagogin mit Schwerpunkt Geschichte hat das Thema Steinzeit und Mittelalter vorbereitet.

Dietzenbach – Ihre Schüler assistierten ihr und zeigen, wie die Menschen damals lebten. Ferhad und Leon setzten einen schweren Eisenhelm auf und nahmen dem Original nachempfundene Schwerter zur Hand. Connor schlüpfte in ein schweres Kettenhemd und versuchte sich, mit einem langen Speer zu verteidigen.

Noch viel weiter zurück in die Geschichte der Menschheit reichte die Aufgabe für die Mädchen und Jungen, die die HMS an diesen Tag besuchten. Sie konnten sich Höhlenmalereien abpausen und durften diese als Erinnerung mitnehmen.

Im Physikraum ging es während des Tags der offenen Tür nicht minder interessant zu. Dort hatten die Heinrich-Mann-Schüler für interessierte Eltern einen schier endlosen und physikalischen Gesetzen folgenden Domino-Effekt-Parcours aufgebaut. Setzte man hier zu Beginn eine etwas in Gang, löste das über viele weitere Stationen im Raum entsprechende Kettenreaktionen aus. „Man kann sich einfach nur wundern – und wer sich das alles ausgedacht hat“, sagte eine Mutter begeistert. Hier wolle sie selbst noch einmal Schülerin sein.

Im Robotronik-Labor kamen insbesondere die an moderner Technik interessierten Väter auf ihre Kosten. Dort entstanden aus mit entsprechender Elektronik ausgestatteten Bauteilen kleine Wunderwerke. Die Schüler der HMS zeigten ihren Gästen, wie sie die Maschinen nach der Verkabelung mit dem Computer steuern können. Die Mädchen und Jungen können die jeweiligen Befehle frei programmieren, sodass ein zusätzlicher Reiz für sie entsteht, sich kreativ einzubringen.

„Aber am interessantesten finde ich den Bereich Makerspace, das muss man gesehen haben“ – mit diesen Worten öffnete Claudia Löhlein die Tür zu einem Raum voller Überraschungen. Die Pressereferentin der Heinrich-Mann-Schule überlies es dann aber Albane Roger, die Details zu erklären. Die Spezialistin für den 3D-Druck zeigte, wie aus einem „Faden“, dem sogenannten Filament, ein dreidimensionales Ergebnis wird. „Wir haben mit dem Logo unserer Schule angefangen, dann haben wir uns langsam gesteigert und jetzt können wir sogar ein geflügeltes Einhorn drucken, das sogar bewegliche Teile hat“, erklärte Roger das insbesondere bei den jungen Frauen besonders beliebte 3D-Drucker-Erzeugnis. Über weitere Beispiele, die alle durch den Ideenreichtum der Schülerinnen und Schüler entstanden sind, konnten sich die Besucher nur wundern. „Jetzt weiß ich, was zu Weihnachten bestimmt gefragt ist“, meinte ein vorausdenkender Vater.

Nachdem im vergangenen Jahr der Tag der offenen Tür der Heinrich-Mann-Schule coronabedingt nur virtuell präsentiert werden konnte, erlaubten die Corona-Auflagen nun wieder eine Präsenzveranstaltung. „Wir haben zwar beliebte Präsentationen, wie etwa die der Musikklassen oder der Modern-Jazz-Dance-AG weggelassen, aber wenn man die Resonanz sieht, war es richtig, den Tag der offenen Tür in dieser Form zu veranstalten“, betonte Schulleiter Hans Peter Löw.

Das vielfältige Programm für interessierte künftige Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern bot verschiedene Führungen in kleinen Gruppen, sodass größere Personenansammlungen vermieden werden konnten. „Und wir haben sogar ein Betreuungsangebot für Kleinkinder, damit die Eltern mal in Ruhe den Rundgang absolvieren können“, verwies Claudia Löhlein auf einen besonderen Service.

Derzeit besuchen 1300 Schüler die HMS, die seit 2018 eine Selbstständige Schule mit entsprechenden Leitsätzen ist. Die Bildungseinrichtung ist eine Ganztagsschule mit einem großen Zusatzangebot an AG´s. „Besonders gut entwickelt hat sich unsere Drohnen-AG aber auch die Wildbienen-AG“, verweist Löhlein sowohl auf Technik- als auch auf Natur-Angebote. Wer nicht selbst zum Tag der offenen Tür kommen konnte, findet entsprechende Dokumentationen im Internet. (Leo F. Postl)

Infos im Internet: hms-dtzb.de

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