Ausländerbeirat ehrt Norbert Kern für seine Verdienste für die Völkerverständigung

Engagiert und mit klarer Haltung

„Außerordentlich hohes und vielseitiges Engagement für die Zivilgesellschaft“: Ausländerbeiratsvorsitzende Saliha El Achak (Mitte) überreicht Norbert Kern (Vierter von links) im Beisein von Bürgermeister Dieter Lang (von links), Stadtverordnetenvorsteherin Andrea Wacker-Hempel, dem designierten Ersten Stadtrat René Bacher, Helga Giardino (Dritte von rechts) und weiteren Stadtverordneten den Preis für „besondere Verdienste um den Gedanken der Völkerverständigung“.
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„Außerordentlich hohes und vielseitiges Engagement für die Zivilgesellschaft“: Ausländerbeiratsvorsitzende Saliha El Achak (Mitte) überreicht Norbert Kern (Vierter von links) im Beisein von Bürgermeister Dieter Lang (von links), Stadtverordnetenvorsteherin Andrea Wacker-Hempel, dem designierten Ersten Stadtrat René Bacher, Helga Giardino (Dritte von rechts) und weiteren Stadtverordneten den Preis für „besondere Verdienste um den Gedanken der Völkerverständigung“.

Norbert Kerns Leben ist dekoriert mit Auszeichnungen und reich an Erlebnissen: Er war erfolgreicher Spediteur, im Vorstand der Deutschen Bahn sowie bei „Kühne und Nagel“, dazu Handballbundesliga-Spieler. Der Abenteurer hat auch einen Eintrag im Guinnessbuch der Rekorde: Er ist der älteste Mensch und überdies der einzige Hesse, der in einem Jahr (2007) beide Pole erreicht hat. Eins liegt dem Dietzenbacher aber besonders am Herzen: das gemeinsame Miteinander aller Kulturen. Dafür setzt sich der 81-Jährige weiterhin stark ein.

Dietzenbach – Und darum darf sich Norbert Kern nun auch Träger des „Preises für besondere Verdienste um den Gedanken der Völkerverständigung“ nennen. Überreicht haben ihm die Auszeichnung die Vorsitzende des Ausländerbeirats, Saliha El Achak, und deren Vorgängerin Helga Giardino.

„Außerordentlich hohes und vielseitiges Engagement für die Zivilgesellschaft“

Der Ausländerbeirat ehrte Kern, da dieser sich bereits seit Jahrzehnten in der Kreisstadt und weltweit für die Verbindung der Völker einsetzt. Mit seinen Taten könne man Bücher füllen, regnete es während der Laudatio Lob auf den Ausgezeichneten von Helga Giardino sowie Cengiz Hendek, ebenso Mitglied des Ausländerbeirates. Coronabedingt fand die Auszeichnung im kleinen Kreis im Rathaus statt, normalerweise wird dies während einer Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vorgenommen.

Norbert Kern selbst lebt seit 1962 in Dietzenbach. Der Handball hat ihn in die Stadt verschlagen, die zu seiner Heimat wurde. Kern gründete eine Familie mit zwei Kindern. Später dann kamen insgesamt sechs Enkelkinder dazu. 1966 gründete der frühere Unternehmer seine weltweit erfolgreiche Firma „Norbert H. Kern Internationale Spedition“.

Während der Preisverleihung bedankte sich Bürgermeister Dieter Lang herzlich für Kerns „außerordentlich hohes und vielseitiges Engagement für die Zivilgesellschaft“: „In unruhigen Zeiten wie diesen sind Menschen mit einer klaren Haltung, gerade gegen Rechts, unabdingbar für die Aufrechterhaltung unserer Demokratie.“ Aber auch die regelmäßigen Unterstützungen im sozialen Bereich des einstigen Firmenchefs sowie seine Affinität und Spenden für Kunst und Kultur prägten Dietzenbach nachhaltig.

„Besondere Verdienste um den Gedanken der Völkerverständigung“

Neben Lang gratulierten auch Stadtverordnetenvorsteherin Andrea Wacker-Hempel und der designierte Erste Stadtrat René Bacher sowie weitere Mitglieder des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung.

Der „Preis für besondere Verdienste um den Gedanken der Völkerverständigung“ wird vom Ausländerbeirat seit 1995 an Menschen oder Gruppen verliehen. Diese Menschen „sind wichtige Bausteine für unsere Gesellschaft, insbesondere für Integration, Toleranz und das humane Miteinander“, heißt es vonseiten des Ausländerbeirates. (ans)

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