Familien und Senioren im Fokus

Dietzenbacher SPD stellt Programm für die Kommunalwahlen im März vor

Die Sozialdemokraten Bengü Karakuz (von links), Ahmed Idrees, Cengiz Hendek, Karina Glaum und Dieter Lang vor der Kita III an der Martinstraße.
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Die Sozialdemokraten Bengü Karakuz (von links), Ahmed Idrees, Cengiz Hendek, Karina Glaum und Dieter Lang vor der Kita III an der Martinstraße.

Mehr Kitaplätze, eine verstärkte Seniorenberatung und bezahlbarer Wohnraum: Dafür will sich die SPD in der kommenden Legislaturperiode einsetzen.

Dietzenbach – So sollen sich Eltern, wie ihrem Wahlprogramm für die Kommunalwahlen am 14. März zu entnehmen ist, künftig nicht mehr auf die Aufnahme ihres Kindes in einer Kindertagesstätte warten müssen. Auch soll sich die dortige Betreuungsqualität verbessern. Dies soll durch kleinere Gruppen und weniger Ausfallzeiten sowie die regelmäßige Fort- und Weiterbildung des Fachpersonals erreicht werden. Angestrebt wird all das, wie es in einer Pressemitteilung heißt, nicht von der Partei allein, sondern auch von ihrem Bürgermeisterkandidaten Dieter Lang. Dieser sagt: „Wir als SPD stehen für eine familienfreundliche Politik und setzen uns dafür ein, die Eltern zu entlasten.“ Dazu gehört auch, wie der Mitteilung weiter zu entnehmen ist, die finanzielle Entlastung von Müttern und Vätern. Es sei seit Jahren ein erklärtes Ziel der SPD, in Hessen die Gebührenfreiheit für Kitas politisch umzusetzen. Das scheitere allerdings an der amtierenden Landesregierung. Der Dietzenbacher Ortsverein ist indes der Überzeugung das Kinderbetreuung für Eltern nicht noch kostenintensiver werden darf. Daher fordert die SPD, die Kitagebühren auf dem jetzigen Stand einzufrieren.

„Expertise des Stadtelternbeirates unverzichtbarer Bestandteil einer modernen Kitapädagogik“

Neben den Gebühren und einer verbesserten Betreuungsqualität fokussieren sich die Dietzenbacher Sozialdemokraten auch auf die Arbeit mit den Elternbeiräten der Kitas. „Diese leisten einen wichtigen ehrenamtlichen Beitrag und sind partnerschaftlich in alle Entscheidungen mit einzubeziehen“, erläutert Karina Glaum aus dem Parteivorstand. Die Expertise des Stadtelternbeirates sei unverzichtbarer Bestandteil einer modernen Kitapädagogik.

Darüber hinaus wollen sich die Lokalpolitiker für bessere Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen stark machen. So etwa durch die Gründung eines Jugendbeirates. „Wir sind die ‚jüngste‘ Stadt im Kreis Offenbach, und das findet sich auch in unserem Wahlprogramm mit entsprechenden Vorschlägen wieder“, erläutert der Vorsitzende der SPD, Ahmed Idrees. Darunter fallen auch neue Freizeitangebote wie multifunktionale Freizeitsportstätten aber auch das Festhalten an den bewährten Angeboten des Bildungshauses, der Hausaufgabenhilfe, des Boxprojektes und des Mitternachtssports.

SPD will „städtische Seniorenarbeit aus einem Guss“

Die SPD macht jedoch nicht allein Familien und Jugendliche zum Mittelpunkt ihre Interesses, auch der Seniorenarbeit schenkt sie ihre Aufmerksamkeit. Teil ihrer Agenda ist die Forderung „einer städtische Seniorenarbeit aus einem Guss“. Auf diese Weise sollen ältere Mitbürger bei allen Fragen eine klare Anlaufstelle erhalten. „Diese soll beim Zusammenbringen unterschiedlicher Zuständigkeiten wie zum Beispiel der Pflege-, Kranken- und Rentenkassen helfen und diese koordinieren“, so Lang, der neben seiner Funktion als Erster Stadtrat das Amt des Sozialdezernenten innehat.

Zudem setzt sich seine Partei dafür ein, dass die Seniorenarbeit weiterhin auch von städtischem Personal übernommen wird. So sei die aufsuchende Seniorenberatung, die momentan von einer Gemeindeschwester geleistet wird, sogar weiter auszubauen, da aktuell zunehmend starke Jahrgänge Beratung benötigen. „Durch diese Beratung und Vermittlung von Hilfe und Unterstützungsangeboten leistet die Stadt einen wertvollen Beitrag für eine lange und gute Selbstständigkeit im Alter“, betont Idrees.

Ebenso wichtig ist laut SPD auch eine aktive städtische Wohnungspolitik, um familien- und seniorengerechten Wohnraum auf bezahlbarem Niveau sicherzustellen. Daher fordern die Genossen, weitere Belegungsrechte bei privaten Bauherrn zu erwerben. Nur so könne eine ausgleichende Funktion der Stadt ausgeübt werden.  (ans)

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