Für mehr Transparenz

FW-UDS tritt in Dietzenbach mit 25 Kandidaten bei der Kommunalwahl im März an

Bereit für die Kommunalwahl: Die Gruppierung FW-UDS tritt im März mit 25 Kandidaten an und erhoffen sich Stimmen aus dem Lager der WIR-BfD.
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Bereit für die Kommunalwahl: Die Gruppierung FW-UDS tritt im März mit 25 Kandidaten an und erhoffen sich Stimmen aus dem Lager der WIR-BfD.

Dietzenbach – Die Gruppierung FW-UDS hat ihre Liste für die Kommunalwahl aufgestellt. Insgesamt 25 Bewerber sind darauf vertreten, Spitzenkandidat ist der Stadtverordnete Jens Hinrichsen. In der Stadtverordnetenversammlung ist er aktuell der einzige Vertreter, gemeinsam mit Ismet Küpelikilinc von der Dietzenbacher Liste (DL) bildet er eine Fraktion.

Für Hinrichsen ist es ein wichtiges Signal dass seine Wählergemeinschaft „mit einem engagierten Team von 25 Frauen und Männern“ antritt, ursprünglich habe man nur mit 15 Bewerbern geplant. Dementsprechend ambitioniert sind auch die Wahlziele: Auf eine konkrete Zahl möchte sich Hinrichsen zwar eigentlich ungern festlegen, aber man rechne sich durchaus Chancen auf vier bis fünf Mandate aus. Da mit der WIR-BfD eine Partei aus dem Spektrum der Freien Wähler nicht mehr zur Wahl antritt (wir berichteten), hofft Hinrichsen auf ein paar Stimmen aus diesem Lager. „Wir wollen so stark sein, dass wir ein Gewicht haben bei Abstimmungen und in der Lage sind, politische Entscheidungen zu beeinflussen“, wünscht er sich. „Es sei denn, es gibt eine Koalition, die alle Anträge der anderen Fraktionen abschmettert.“ Denn der 76-Jährige plädiert dafür, dass im Stadtparlament auch künftig Anträge ergebnisoffen diskutiert und mit wechselnden Mehrheiten verabschiedet werden. Eine Koalition befürwortet er hingegen nicht.

Ein weiterer zentraler Punkt im Wahlprogramm der FW-UDS sei eine Beteiligung aller Parteien bei der Besetzung von Gremien. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke sei beispielsweise vom Bürgermeister „nach Gutsherrenart“ besetzt worden. „Manche Fraktionen wissen gar nicht, was da vorgeht.“

Und auch ein größerer Magistrat sei wichtig: „Wir werden uns dafür einsetzen, dass der Magistrat erweitert wird, damit auch kleinere Parteien dort vertreten sind.“ Dies sei notwendig, um „eine Blockbildung“ zu vermeiden, denn bei derzeit sechs Mitgliedern seien Erster Stadtrat und Bürgermeister gemeinsam mit einem Ehrenamtlichen immer in der Mehrheit. „Wir brauchen eine politische Kultur, in der mehr diskutiert und weniger abgewimmelt wird“, wünscht sich Hinrichsen.

Seine Partei stehe für finanzielle Stabilität, aber auch für soziale Ausgewogenheit, wirbt er. Ein besonderes Anliegen sei Transparenz bei den Finanzen und überhaupt bei allen politischen Entscheidungen: „Steuern und Gebühren müssen der finanziellen Situation der Stadt angepasst werden, das heißt, entweder reduzieren wir Leistungen oder wir versuchen, steigende Kosten auszugleichen. Da erwarte ich mehr Ehrlichkeit von den anderen Parteien.“ Insofern sei die SPD-Kritik am Bürgermeister und die Einrichtung eines Akteneinsichtsausschusses im Zusammenhang mit den Finanzen der Stadtwerke berechtigt, komme aber sehr spät. „Wir haben auf das Thema schon im Februar aufmerksam gemacht.“

Bei der gleichzeitig mit der Kommunalwahl stattfindenden Bürgermeisterwahl stellt die FW-UDS keinen eigenen Kandidaten. Außerdem werde man auch keinen der anderen Kandidaten unterstützen. „Ich glaube, es würde dem künftigen Bürgermeister gut zu Gesicht stehen, wenn er mehr auf die Politiker in der Stadtverordnetenversammlung hören würde. Das war bisher weder bei Rogg noch beim Ersten Stadtrat Dieter Lang der Fall.“ (Niels Britsch)

Infos und Kandidaten auf fw-uds.de/wahlen-2021/kandidaten-2021

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