Das Veranstaltungshaus ist renoviert und 100.000 Bienen im Garten heimisch

Frischer Anstrich fürs Dietzenbacher Capitol

Versiegelter Boden, neue Wandfarbe: Bürgermeister Jürgen Rogg und Capitol-Leiter Sven Reichard inspizierten das renovierte Kulturhaus.
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Versiegelter Boden, neue Wandfarbe: Bürgermeister Jürgen Rogg und Capitol-Leiter Sven Reichard inspizierten das renovierte Kulturhaus.

Gäste sind pandemiebedingt seltener da, dennoch war in den vergangenen Monaten einiges los im Capitol: Das Team rund um das Veranstaltungshaus am Europaplatz hat die Zeit während der Pandemie genutzt, um zu modernisieren, zu sanieren. Und sogar neue Mitbewohnerinnen sind auf dem Gelände eingezogen: 100.000 Bienen bevölkern nun den Garten des Capitols.

Dietzenbach - Insgesamt sind mehr als 500 Liter Farbe an die Wände gekommen. Auf gut 2 000 Quadratmetern wurden Flächen abgeschliffen, gespachtelt, ausgebessert, abgeklebt und letztendlich neu gestrichen. Zudem wurden 100 Quadratmeter neuer Fußboden verlegt und die 500 Quadratmeter Saalboden intensiv gereinigt und neu versiegelt. „Das war auch notwendig, wenn man bedenkt, wie viele Tausend Menschen dort vor der Pandemie sehr regelmäßig getagt und getanzt haben“, sagt Bürgermeister Jürgen Rogg.

Die erste von insgesamt vier Künstlergarderoben wurde renoviert und mit neuen Möbeln ausgestattet. „Der neue Raum kann sich sehen lassen und bietet ein tolles Ambiente“, sagt Sven Reichard, Leiter der Abteilung Veranstaltungstechnik, Capitolbetrieb und Vermietungen. In mehr als 30 Jahren Kulturhaus habe sich im Laufe der Zeit einiges angesammelt an Technik, Requisiten und Co. Die kompletten Keller wurden entrümpelt, sodass 1,5 Tonnen Altmetall und 50 Kubikmeter Sperrmüll zusammengekommen sind. Die Technik wurde neu sortiert und der etwa sechs Meter hohe und zwölf Meter breite Traversenkreis im großen Saal neu verkabelt und mit elektrischen Seilwinden versehen, um diesen zu Instandhaltungs- und Installationszwecken herunterfahren zu können.

Neben den Renovierungsarbeiten war es zwar wegen Corona deutlich ruhiger im Capitol – ganz still wurde es jedoch nie. Denn aufgrund der Hygienekonzepte konnte das Veranstaltungs- und Konferenzzentrum mit Veranstaltungen und Tagungen regelmäßig belegt werden. „Dies war auch gerade für die Auszubildenden wichtig, um praktische Erfahrungen trotz der Lockdowns sammeln zu können“, erläutert Reichard. Auch habe es zwei Azubiprojekte gegeben, in denen die drei Auszubildenden ihr praktisches Können vertiefen konnten. „Mit den Investitionen der vergangenen Jahre haben wir meiner Einschätzung nach das beste, modernste und architektonisch attraktivste Veranstaltungshaus in der Region“, schwärmt Rogg.

Im April sind auch neue Bewohnerinnen auf dem Gelände des Capitols eingezogen: Den Garten bevölkern nun zwei Bienenstöcke mit ursprünglich jeweils 5 000 Honigbienen, die sich inzwischen jedoch auf gut 100 000 vermehrt haben dürften. „So möchten wir unseren Beitrag leisten, die Bienen und die Diversität zu unterstützen“, hebt Rogg hervor. Die Insekten sind derzeit noch im Garten untergebracht, werden jedoch nach der Dachbegrünung des Hauses auf das Dach umziehen. „Mit Imkerin Gisela Schiratis-Erlat haben wir eine erfahrene und engagierte Partnerin gefunden, die uns bei diesem Vorhaben tatkräftig unterstützt. In regelmäßigen Abständen schaut sie nach den Bienen“, sagt Capitol-LeierReichard.

Auch auf anderen Ebenen wolle man sich für Umwelt- und Klimaschutz am Capitol einsetzen: Aktuell laufen Fördermittelanträge, um das Flachdach auf 1 850 Quadratmeter Fläche mit einem Gründach und einer großen Photovoltaik-Anlage mit einer Spitzenleistung von 78,3 Kilowatt bebauen zu können. Mit der Anlage könnten Stromkosten von etwa 16 000 Euro pro Jahr vermieden werden. Zudem würde damit eine CO2-Einsparung von etwa 40 Tonnen pro Jahr einhergehen. Ebenso sei die Erneuerung der Lüftungsanlage, zum einen wegen Corona und zum anderen, um mittelfristig auf den aktuellen Stand der Technik zu gelangen, in Planung.  lur

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