Gemeinsam für den Frieden arbeiten

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Mit der Unterschrift auf der Gründungsurkunde haben die jeweiligen Amtsinhaber Grundsätze zur künftigen Zusammenarbeit festgelegt. Foto: scho

Dietzenbach - Als „historisches Ereignis“ und „Initiative, die weit über Dietzenbach hinaus strahlen wird“, bezeichnete Bürgermeister Jürgen Rogg die Veranstaltung, die am Pfingstsamstag im Sternenzelt des Kinder- und Jugendzirkus im Hessentagspark ihren Verlauf nahm. Von Barbara Scholze

In der bunten Atmosphäre des Zeltes hatten sich die Vertreter aller hiesigen Religionsgemeinschaften gemeinsam mit Interessierten zusammen gefunden, um nach einem Jahr Vorbereitung offiziell die „Arbeitsgemeinschaft der Religionen in Dietzenbach“ (ARD) aus der Taufe zu heben.

Mit der Unterschrift auf der Gründungsurkunde haben die jeweiligen Amtsinhaber Grundsätze zur künftigen Zusammenarbeit festgelegt. Die Arbeitsgemeinschaft soll unter anderem dazu beitragen, dass sich Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit besser verstehen und gemeinsame Aktivitäten und Diskurse über religionsbezogene Themen betreiben. Vereinbart haben das die katholische Pfarrei St. Martin, die evangelischen Gemeinden Christus und Martin-Luther, die Neuapostolische Kirche, die Jesus-Gemeinde, die Fatih-, Tawhid-, und Ahmadiyya-Moschee.

Dem Festakt vorausgegangen war eine Aktion, mit der die Gemeinschaften ihren Willen zur künftigen Netzwerkbildung auch nach außen festigten. In einer Friedenswanderung der Religionen waren die Vertreter der Kirchen und Moschen aus allen Himmelsrichtungen quer durch Dietzenbach in den Hessentagspark gewandert. Für den besonderen Rahmen dort sorgte das Musik-Ensemble Saitensprung, dessen Mitglieder für vielerlei Kulturen und Religionen stehen, unter anderem Horst Schäfer als maßgeblicher „Motor“ der ARD-Gründung.

Grußworte sprach der evangelische Dekan Carsten Tag sowie Bürgermeister Jürgen Rogg, der die einzelnen Gemeinschaften in Ruhe begrüßte und so einen würdigen Moment schaffte. Auch das Vorstandsmitglied der Fatih-Moschee, Mehmet Sertdere, betonte seine Freude über den Zusammenschluss.

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einem Gebet am Ende, in dem die verschiedenen Gemeinden auf eigene Weise um Frieden baten. „Oh, die ihr glaubt: lasset nicht ein Volk über ein anderes spotten, vielleicht sind diese besser als jene“, hieß es da etwa. Oder: „Lasst uns miteinander den Weg in die Zukunft gehen, weil es keine unwichtigen Menschen gibt“ und „Fülle unsere Seele mit Respekt und Liebe für andere Menschen“.

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