„place 2b“ Offenbach 

Fitness im „place 2 be“ - Gemeinsam zum Ziel

Egal ob Sixpack oder Hüftproblem: Christine Späth und ihr Team begleiten ihre Kunden als „Personal Trainer“.
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Egal ob Sixpack oder Hüftproblem: Christine Späth und ihr Team begleiten ihre Kunden als „Personal Trainer“.

 Ob hinter kleinen Ladentheken in der Altstadt oder in großen Hallen im Gewerbegebiet: Die Dietzenbacher Unternehmenswelt hat einiges zu bieten. In loser Reihenfolge werfen wir einen Blick hinter die Kulissen. Diesmal haben wir das Fitnessstudio „place 2b“ besucht. 

Dietzenbach – Der Eingangsbereich des Fitnessstudios von Christine Späth wirkt mehr wie der Zutritt in einen Spa-Bereich. Doch so fern liegt der Eindruck nicht: In dem „Mikrostudio“ in der Bahnhofstraße 59 liegt das Wohlbefinden im Fokus. „Menschen nehmen sich oft erst Zeit für die Krankheit, wenn sie dann da ist“, weiß die gelernte Sporttherapeutin. Die Gesundheit bleibe im stressigen Alltag oft auf der Strecke. „Umso wichtiger ist kurzes, aber effektives Training“, sagt Späth.

Vor rund zehn Jahren hat sich die 50-Jährige dazu entschlossen, das Fitnessstudio zu eröffnen – und hat sich damit einen Traum erfüllt. „Davor bin ich als Personal Trainer zu den Kunden gefahren, jetzt kommen sie zu mir“, erläutert sie. Ihr sei es wichtig, individuell auf ihre Kunden eingehen zu können, um gezielt zu helfen. Die Konzentration auf einen Ort erleichtert ihr dabei die Arbeit. Für geeignete Räumlichkeiten in ihrer Heimatstadt war sie ein halbes Jahr lang auf der Suche. 2012 ist das Studio auf 300 Quadratmeter angewachsen.

Sportkurse, in denen 20 Menschen die Bewegungen des Kursleiters nachahmen, sucht man im place 2b vergeblich. Die Kurse zählen höchstens acht Teilnehmer, sodass eine Betreuung des einzelnen Sportlers gewährleistet ist. Zu ihren Kunden gehört sowohl der junge Mann mit Sixpackwunsch als auch der Senior mit Hüftproblemen. „Glücklich sind wir dann, wenn wir den Kunden ein neues Lebensgefühl schenken konnten“, meint Späth, „doch jeder muss selbst mitarbeiten, wird sind ja keine Zauberer“.

Der Zusammenhang von Körper und Geist spielt bei Späth und ihren Kollegen eine wichtige Rolle. „Der ganze Körper ist ein System, das unten bei den Füßen beginnt und im Kopf aufhört“, erläutert sie. Diesen Vernetzungen müsse man sich bewusst sein. Hierfür setzt das dreiköpfige Team des Studios, das von zwei weiteren Springern unterstützt wird, auf die Prinzipien der Biokinematik. Hinter diesem Begriff verbirgt sich Wissen aus Medizin, Mathematik und Biologie, das angewandt wird, um dem Körper seine Bewegungsfähigkeit zurückzugeben. „Ich hatte mal einen Kunden, der hinkend zu mir kam“, erinnert sich die Sportherapeutin. Als dieser das Studio „geheilt“ verließ, sei das ein Glücksmoment auf beiden Seiten gewesen.

Der bewussten Ansteuerung und dem damit verbundenen Aufbau der Muskeln liegt das EMS-Konzept zugrunde. Die Abkürzung steht für „elektronische Muskelstimulation“ und kann als „Nachhilfe“ für den Muskel verstanden werden. Späth erläutert: „Der muskeleigene Impuls wird verstärkt, man muss also noch selbst mitarbeiten.“ Bei dieser Art von Training reichen 20 Minuten in der Woche schon aus, um Ergebnisse zu erzielen.

Die Dietzenbacherin genießt es, eng mit ihren Kunden zusammenzuarbeiten. In regelmäßigen Schulungen vergrößert sie ihr Wissen oder gibt es selbst in Form von Seminaren weiter. „Ich mache hier nichts, wovon ich nicht selbst überzeugt bin“, sagt sie, „trotzdem komme ich Kundenwünschen nach“.

Und sie selbst? „Ich trainiere in der Mittagspause an den Geräten“, berichtet sie.

VON LISA SCHMEDEMANN

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