Gemeinsames Radeln macht Spaß

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Bei gutem Wetter macht das Strampeln gleich doppelt so viel Freude. Das Bild zeigt den Ortsverbands-Vorsitzenden Hermann Heß (links) und Pressesprecher Erwin Teitzel (Zweiter von rechts) bei einer Tour in Tübingen mit weiteren Teilnehmern. 

Dietzenbach -  Vor allem der Spaß am gemeinsamen Tun ist Hermann Heß wichtig: „Es gibt nichts Schöneres als Radfahren mit netten Leuten in schöner Umgebung“, findet der Vorsitzende des Ortsverbands Dietzenbach des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC). Von  Simone Weil

Die Kreisstadt bietet dafür seiner Meinung nach ganz hervorragende Ausgangsbedingungen. Denn von dort aus bieten sich kilometerlange Ausflüge an, die von den unterschiedlichsten Radlern zu bewältigen sind: „Unsere kürzeste Tour ist zehn Kilometer lang, unsere längste 110 Kilometer“, erzählt er.

Wichtig ist, dass sich die Teilnehmer weitestgehend spontan am Treffpunkt vor dem Bürgerhaus einfinden können. „In der Regel muss man sich nicht anmelden und kann nach Lust und Laune spontan erscheinen“, erläutert Pressesprecher Erwin Teitzel. Bei den meisten Frauen und Männern, die erwägen, sich der Gruppe für einen Ausflug anzuschließen, spielt das Wetter die entscheidende Rolle.

Auftakt zur Tourensaison

„Bei unseren Feierabendtouren kann wirklich fast jeder mithalten“, sagt Teitzel. Wer Lust hat, sich mal auszuprobieren, dem sei die Auftaktveranstaltung zur Radtourensaison am Sonntag, 24. März, von 14 bis 18 Uhr empfohlen. Geradelt werden etwa 20 Kilometer zur Bulau nach Urberach. Im Gasthof Odenwaldblick stellen die Tourenleiter bei Kaffee und Kuchen ihre Angebote fürs Jahr 2013 vor und stehen für Fragen zur Verfügung. Wer im März noch nicht mit dem Rad fahren möchte, kommt um 15 Uhr direkt zum Gasthof. Alle anderen fahren um 14 Uhr am Bürgerhaus los und kehren dorthin gegen 18 Uhr zurück.

Das Niveau der Radtouren ist im Programm mit ein bis sechs Sternchen gekennzeichnet – wobei sich die Dietzenbacher meist mit Routen bis zu vier Sternen bescheiden. Ein Stern steht für „kinderleicht“. In der kälteren Jahreszeit verzichten die Drahteselfreunde, zu denen übrigens auch viele Frauen zählen, üblicherweise auf ihre Touren: Zwischen November und März sind sie lieber zu Fuß unterwegs und wandern. Während der Verein sonst relativ großzügig ist und niemanden zur Mitgliedschaft drängt, auch wenn er schon lange bei den Touren mitfährt, bleibt der Ortsverband im Winter beim Wandern lieber unter sich.

Neue Leute bringen neue Ideen

Dennoch freuen sich die Mitglieder auch immer über neue Gesichter, die bei ihren Angeboten auftauchen. Und wie Hermann Heß so schön sagt: Mit neuen Leuten kommen schließlich auch neue Ideen. So etwa sind die „Mittwochs-Kultur-Touren“ entstanden, die sich großer Beliebtheit erfreuen und sich auch ganz hervorragend für Neubürger anbieten, wie der Vorsitzende erläutert. Die Ausflüge eignen sich für alle, die Kultureinrichtungen der näheren Umgebung kennenlernen wollen. Vorgesehen ist dabei der Besuch eines Museums, einer Ausstellung oder auch eines bedeutenden Gebäudes in der Rhein-Main-Region, jeweils mittwochs: 15. Mai, 12. Juni, 14. August und 4. September.

Neben den gemütlichen, aber auch anspruchsvollen Trips werden noch mehrtägige Reisen per Rad angeboten. Auch diese sind Mitgliedern vorbehalten, weil man sich dafür gut kennen muss, sind sich Heß und Teitzel einig. Immerhin sind beide schon lange als Tourenleiter aktiv.

Die meisten Mitglieder des 1994 gegründeten Ortsverbands, der sich auch verkehrspolitisch zu Wort meldet, sind im Alter „60 plus“ und nicht mehr berufstätig. Über jüngere Interessenten würde man sich deshalb freuen. Es geht im Verein eher leger zu, und unter Radfahrern duzt man sich – nicht zuletzt deswegen, um alle unabhängig ihrer Herkunft und ihres Berufs gleich zu behandeln.

Übrigens steht die Organisation auch Nutzern von „Pedelecs“ (Rädern mit Elektromotor) offen: Am 23. Juni ab 10 Uhr soll die 1. Dietzenbacher Pedelec-Tour 40 Kilometer durch die Gegend führen.

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