27 Geschädigte wollen Geld nach Unwetter

Dietzenbach – Nach dem Augustunwetter in Südhessen mit schweren Schäden und mehr als 20 Verletzten sind 27 Anträge auf finanzielle Hilfen gestellt worden.

Zwei landwirtschaftliche und drei Gewerbebetriebe sowie 22 Privatleute hätten wegen ihrer Schäden Gelder beantragt, teilte der Kreis Offenbach auf Anfrage mit. Die Schadenskommission beim Kreis habe kürzlich getagt und die Anträge nun mit ihren Feststellungen dem Regierungspräsidium in Darmstadt vorgelegt. Dort wird über etwaige Zahlungen und die Höhe der finanziellen Hilfe entschieden werden.

Am 18. August waren Gewitter mit Hagel und Fallwinden über die Städte Dreieich, Dietzenbach, Heusenstamm, Langen, Rodgau, Seligenstadt und Egelsbach (alle Kreis Offenbach) hinweggefegt und hatten teils binnen Minuten schwere Schäden angerichtet. Autos wurden zertrümmert, Dächer abgedeckt und Häuser schwer beschädigt. Die Feuerwehren rückten an diesem Sonntag zu mehr als 1300 Einsätzen aus.

Das Land Hessen hatte angekündigt, Betroffene finanziell unterstützen zu wollen. Hilfen sollten gewährt werden, wenn der Schaden über 5000 Euro liegt, aber maximal bis zu einem Betrag von 30 000 Euro. Geld soll es aber nur geben, wenn Betroffene nicht aus eigener Kraft für die Schäden aufkommen können, ein Kredit unzumutbar ist oder eine Versicherung abgeschlossen wurde, die aber nicht alle Schäden abdeckt.

Bei dem Unwetter hatte es sich um eine Gewitter-Fallböe gehandelt: Ein schweres Gewitter bewegt aus größerer Höhe Hagel und Starkregen in Richtung Boden und reißt dadurch große Mengen kalter Luft mit sich. Dieser „Downburst“ wird am Boden umgeleitet und richtet dann die Zerstörung an.  dpa/mic

Das Unwetter im August hat im Wald in Langen eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Nicht der einzige Grund, sich um den Baumbestand zu sorgen.

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