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Weniger Buden, aber großer Andrang auf dem Weihnachtsmarkt

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Budenzauber in der Altstadt: Wie jedes Jahr laden die zahlreichen Stände auf dem Roten Platz zum Bummeln ein.
Budenzauber in der Altstadt: Wie jedes Jahr laden die zahlreichen Stände auf dem Roten Platz zum Bummeln ein. © Wittekopf, Burghard

Weihnachtsmarkt in Dietzenbach: Nach drei Jahren treffen sich die Dietzenbacher wieder bei Glühwein, Glögg (skandinavischer Glühwein), Lebkuchen, Nussecken, Reibekuchen und Bratwurst, um ihren beliebten Budenzauber zu feiern.

Dietzenbach – Die Anzahl der Stände ist dieses Jahr allerdings deutlich geringer als die Jahre zuvor und damit auch das Angebot. Viele Vereine konnten nicht schnell genug Personal akquirieren und hatten ihre Teilnahme abgesagt, aber es gibt auch neue Aussteller. Traditionell wird der Dietzenbacher Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende gefeiert. Bereits um 14 Uhr öffnen die Stände. Fast schon zum Inventar gehört der Weihnachtsmann, der aber in Dietzenbach eine Weihnachtsfrau ist: Nicoletta (abgeleitet von Nikolaus) heißt die Dame mit dem roten Mantel und dem weißen Bart. Und ihr Sack war wieder mit Süßigkeiten und Obst prall gefüllt. Wer etwas haben möchte, der muss nur ein Gedicht aufsagen. Manche Kinder kennen die Weihnachtsfrau und kommen schnell mit ihr ins Gespräch, so wie die beiden jungen Mädchen Arya und Camilla, manche Kinder wie Arsema brauchen die Unterstützung ihrer Eltern. Aber alle freuen sich darüber, wenn sie etwas Leckeres bekamen. Zur Eröffnung auf dem Platz vor Juwelier Ebeling begrüßt Bürgermeister Dieter Lang die Besucher und die Aussteller und bedankt sich bei allen Helfern: „Ich freue mich, dass wir wieder unbeschwert miteinander feiern können“, sagt er. Den musikalischen Auftakt macht der Posaunenchor der evangelischen Martin-Luther Gemeinde Steinberg, die die Besucher mit ihren himmlischen Klängen in weihnachtliche Stimmung versetzt.

Zentraler Mittelpunkt ist wie immer der Rote Platz. Wieder dabei ist natürlich die 1. Dietzenbacher Tanzgarde und auch der Lions-Club Dietzenbach hat seinen Stand hier aufgebaut und serviert den raffiniert gewürzten Glühwein.

Zum ersten Mal auf dem Dietzenbacher Weihnachtsmarkt ist Sylvia Baumer mit ihrem „Glashaus“ vertreten. Die aus Rödermark stammende Glas-Künstlerin fertigt pfiffige Teelichter und passenden Baumschmuck aus Glas. Sie ist vom Konzept des Marktes überzeugt: „Mir gefällt die Art und Weise des Markts sehr gut“, sagte sie. „Besonders die Menschen sind sehr nett und man kommt mit Ihnen schnell ins Gespräch.“

„Ich könnte alles kaufen“, meint Besucherin Sandra Klein, die noch passende Weihnachtsgeschenke sucht. Einen Stand weiter stellt Sonja Schuster ihre handgefertigten Patchworkstücke aus. „Ideen aus Stoff“ wie Tischsets, Adventskalender und vielerlei Handgefertigtes schmücken den Stand. „Ich mag den Markt hier und es freut mich, dass ich nach langer Zeit wieder hier dabei sein kann“, sagt sie. Aus einem großen Angebot gehäkelter Geschenke für Babys und Kinder findet man am Stand von Atelier Tini Mini. Am Stand der Kita St. Martin kann man neben selbstgemachten Köstlichkeiten wie Marmeladen und Butterplätzchen, die von der Hasengruppe gezaubert wurden, auch einen echten Stollen erstehen, der von den Kindern der Hortgruppe gebacken wurde. Am Stand der Partnerstädte findet man hochwertige Handwerkskunst aus Nicaragua und Rakovnik: Ob Keramiken oder Malereien, alles wurde von den Menschen vor Ort selbst gefertigt. Der Erlös fließt in soziale Projekte. So finanziert die Gruppe den Kauf von Lebensmitteln für eine Kindertagesstätte in Masaya.

Der Kerbverein serviert den bekannten Punsch mit und ohne Schuss, das Deutsche Rote Kreuz hat den Grill angeworfen und serviert Gyros mit Tzatziki. Regelrecht belagert der Stand des Radsportclubs Dietzenbach, an dem es neben weißem und rotem Glühwein auch Schmalzbrote und selbst gemachten fränkischen Lebkuchen gibt.

Die jüngsten Besucher vermissen in diesem Jahr zwar das Kinderkarussell, doch die Freiwillige Feuerwehr hat für ein Ersatzspaß gesorgt: Auf dem Parkplatz hinter der Volksbank steht ein großer Einsatzwagen, den die Kinder besichtigen dürfen. Der kleine Yannik stellt sich ganz aufgeregt in die Schlange. Der elterlichen Unterstützung gewiss, erklimmt er mutig die Fahrerkabine und staunt nicht schlecht über die vielen Knöpfe. Wie in den Jahren zuvor öffnen die Geschäfte wie „Echter Genuss“ oder „Dianas Kochwerk im Lädchen“ und bieten ihre Köstlichkeiten feil.

Eines steht bereits am Samstagabend fest: Es ist ein gelungener Neuanfang des Weihnachtsmarkts, wenn man die Zahl der Besucher heranzieht, denn diese kommen zahlreich. Beweis dafür ist der Parkplatzmangel: Während es auf dem Roten Platz entspannter zugeht, findet man auf dem Parkplatz vom Wochenmarkt kaum noch einen Stehplatz. Noch enger geht es auf dem Platz vor dem Restaurant „La Culacciata“ zu, denn hier ist kaum ein Durchkommen. (Burghard Wittekopf)

Weihnachtsfrau Nicoletta beschenkt Arsema (links) und ihre kleine Schwester.
Weihnachtsfrau Nicoletta beschenkt Arsema (links) und ihre kleine Schwester. © Wittekopf, Burghard

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