Ökopartei will mehr Verantwortung übernehmen

Grüne wollen GroKo im Kreis Offenbach verhindern

Die Grünen im Kreis Offenbach haben ihre Kandidaten bestimmt
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Die Grünen im Kreis Offenbach gehen selbstbewusst in die Kommunalwahl

Die Grünen im Kreis Offenbach haben sich für die Kommunalwahl am 14. März 2021 aufgestellt: Insgesamt 55 Personen kandidieren auf der Liste der Ökopartei für den Kreistag.

Dietzenbach – Dabei gehen die Grünen durchaus selbstbewusst in die Wahl: Ihr Ziel ist, im künftigen Kreistag Verantwortung zu übernehmen und eine erneute Große Koalition im Kreis zu verhindern. „Jede Zeit hat ihre Farbe. Und die der Zukunft im Kreis Offenbach ist grün“, sagt die Landtagsabgeordnete und Spitzenkandidatin Katy Walther. „Die Große Koalition hat sich überlebt. Mit Rezepten von vorgestern kann man die Herausforderungen von heute und morgen nicht lösen.“

Im Mittelpunkt des grünen Wahlprogramms steht der Umweltschutz, so fordert Walther „ein klimaverträgliches Verkehrskonzept für den Kreis und die angrenzenden Regionen“ und „die Stärkung des Wirtschaftsstandorts unter Berücksichtigung von Klima- und Umweltschutzaspekten“. Doch die Ökopartei setzt auch sozialpolitische Schwerpunkte. So sind „Bildungs- und Teilhabechancen für alle“ und „eine soziale Infrastruktur, die auch die Schwächsten stärkt“ ein Anliegen der Partei. Auch „die sich zuspitzende Wohnraumproblematik bei gleichzeitigem Flächenfraß“ beschäftigt die Grünen.

Bei der letzten Kreistagswahl 2016 erhielten die Grünen zwölf Prozent der Stimmen und sind seitdem mit zehn Abgeordneten im Kreisparlament vertreten. Auf der nun aufgestellten Liste stehen mit Maria-Elisabeth Schefer, Karin Wagner, Werner Kremeier, Maria Sator-Marx, Thomas Heilos und Sonja Arnold sieben aktuelle Kreistagsabgeordnete auf den ersten 20 Listenplätzen. Die Partei legt außerdem Wert darauf, dass mit Julia Himmelsbach, Lasse Westphal, Mahfooz Malik und Susanne Nau auch vier Bewerber aus der Grünen Jugend auf den vorderen Listenplätzen vertreten sind. Auch der frühere Bürgermeister von Obertshausen, Roger Winter, bewirbt sich für die Partei um ein Kreistagsmandat.

Für den Wahlkampf unter Pandemie-Bedingungen sehen sich die Grünen gewappnet: „Natürlich wünschen wir uns, dass wir mit den Menschen direkt ins Gespräch kommen können“, so Co-Spitzenkandidat Robert Müller. „Wir haben aber auch einen Plan B, sollte das nicht möglich sein.“ (nb)

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