Blaues Schild mit großer Bedeutung

Heinrich-Mann-Schule freut sich über die Partnerschaft mit der Frankfurter Goethe-Universität

Einen besseren Übergang zwischen Schule und Uni verspricht sich die HMS von der Kooperation. Foto: SCHMEDEMANN

Ein blaues Schild symbolisiert die Partnerschaft zwischen Heinrich-Mann-Schule Dietzenbach und Goethe-Universität. Die Bedeutung der Partnerschaft soll aber weit über Symbole hinaus gehen.

  • Heinrich-Mann-Schule und Goethe-Universität vereinbaren Kooperation
  • Spannende Einblicke für Schüler der Heinrich-Mann-Schule Dietzenbach
  • Schüler freuen sich über Kooperation

Dietzenbach – Lange darauf gewartet und nun feierlich enthüllt: Als offizielle Partnerschule der Goethe-Universität Frankfurt darf sich die Heinrich-Mann-Schule (HMS) nun mit einem entsprechenden Schild ausweisen.

Gut sichtbar hat es einen prominenten Platz an der hellgelben Wand neben dem Eingang zum Sekretariat gefunden. „Das ist ein gebührender Platz, fällt jedem ins Auge und damit ins Bewusstsein“, findet Schulleiter Hans-Peter Löw.

Einblick für Schüler der Heinrich-Mann-Schule Dietzenbach in Goethe-Universität

Im Foyer des Oberstufengebäudes markieren derzeit die bunten Plakate mit motivierenden Sprüchen den baldigen neuen Lebensabschnitt der Abiturienten. Manche davon wissen schon ganz genau, wohin es sie nach der Schulzeit verschlägt, andere hadern noch. Die Jahrgangsstufe Q2 hat also noch genau ein Jahr Zeit, ehe sie sich den Prüfungen und der Frage nach dem Danach stellen muss. Der richtige Zeitpunkt also, auf die Kooperation zwischen Schule und Universität zurückzugreifen.

„Das Angebot besteht seit 2017“, erläutert die Pressebeauftragte der Schule, Julia Scheuermann. 2016 habe man umstrukturiert: So absolvieren die Schüler in der Mittelstufe ein betriebliches und in der Oberstufe ein studienorientiertes Praktikum. Davon verspricht sich die HMS, ihren Schützlingen einen besseren Übergang zwischen behüteter Schulzeit und dem (studentischen) Ernst des Lebens. Die Universität wiederum bietet Einblicke in den typischen Alltag eines Studierenden. Susanne Mombers, Projektleiterin seitens der Universität, erläutert: „Die Schüler haben die Möglichkeit, in die regulären Vorlesungen reinzuschnuppern.“ Bei 175 verschiedenen Studiengängen stehen den Zwölftklässlern so einige Möglichkeiten zur Verfügung.

Unterschiedliche Rhytmen an Heinrich-Mann-Schule Dietzenbach und Goethe-Universität

Während das schulische Umfeld mit festen Stunden- und Lehrplänen noch recht übersichtlich ist, sieht das Leben eines Studenten schon etwas anders aus. Je nach Studienfach ist die Reihenfolge der Lehrveranstaltungen mal mehr, mal weniger festgelegt. „Während der Schnuppertage kommen die Schüler auch in Kontakt mit Studenten und viele verlieren dabei die Angst“, weiß Mombers. Die Schülerin Lara Horch bestätigt: „Wir sind sehr freundlich aufgenommen worden.“ Es sei interessant zu sehen, wie jeder Student seinen eigenen Rhythmus habe. Ganz anders als ein Tag, der von der Schulglocke bestimmt wird.

Ihre Mitschülerin Teodora Purkovic ist „sehr dankbar“ für dieses Angebot. „Ich kam 2012 nach Deutschland und konnte kein Wort Deutsch“, berichtet die 18-Jährige. „Hier an der HMS wurde ich aber an der Hand genommen und habe es geschafft, trotz der Sprachbarriere am Anfang richtig Fuß zu fassen.“ Die Schule habe sie geprägt und ermutigt, neugierig auf mehr gemacht. „Heute weiß ich, dass das Abitur keine Grenze ist – danach wartet noch so viel“, sagt Purkociv und wird durch das Nicken ihrer Mitschüler bestätigt. „Wir sind froh um die Kooperation mit der Universität, weil uns die Schule dadurch den Übergang erleichtert.“

Die Goethe-Universität: Eine Perspektive für Schüler der Heinrich-Mann-Schule Dietzenbach

Die ersten Erfahrungen haben die Zwölftklässler im Januar gemacht. „Zusammen mit ihren Tutoren haben sie zwei Tage in Frankfurt verbracht“, berichtet Scheuermann. Die HMS stellt für diese Zeit die rund 90 Schüler der Qualifikationsphase vom Unterricht frei. Dass das neue Schild nun auch optisch die Kooperation besiegelt, begrüßen die Schüler. „Das zeigt uns und jüngeren Jahrgängen, dass wir uns auf jemanden verlassen können“, meint Horch. Während und nach der Schulzeit.

VON LISA SCHMEDEMANN

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