Hoppetosse trotzt dem Eis

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Die Zwiebel als Vorbild in Sachen Bekleidung: Mehrere Lagen sorgen im Waldkindergarten für wohlige Wärme, dazu fungiert der natürliche Bewegungs- und Entdeckungsdrang der Kinder als Einheizer.

Dietzenbach (mat) ‐ „Ja-aber-Fraktionisten“ sehen es kritisch: Ein Kindergarten im Freien? Zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter? Ist das nicht gefährlich, werden die Kinder nicht häufiger krank als in konventionellen Betreuungsstuben?

Fragen, mit denen sich die Verantwortlichen des Steinberger Waldkindergartens „Hoppetosse“ wohl häufiger konfrontiert sehen. Lässt man aber Eltern zu Wort kommen, deren Kinder den ungewöhnlichen Kindergarten besuchen, so erfahren die Bedenkenträger schnell, dass ihre Einwände haltlos sind: Die Kinder strotzen vor Kraft und Gesundheit. Im Falle des Falles steht dennoch eine farbenfroh hergerichtete mobile Zuflucht zur Verfügung: ein Bauwagen. „Die Kinder fühlen sich sehr wohl hier, sie sind gesund, und die Ansteckungsgefahr mit Krankheitserregern ist im Freien geringer“, sagt Mutter Tanja Balz. Die viele Bewegung an der frischen Luft tue ihr Übriges für ein intaktes Immunsystem.

Jeder Tag beginnt laut Erzieherin Anja Lutthardt für die 13 Kinder und zwei Erzieherinnen samt Zivi und Praktikant mit Sitzkreis und gemeinsamem Frühstück. Danach wird gespielt und getobt, wobei derzeit Rodelausflüge im Wald hoch im Kurs stehen. Dazu gibt es von 8  bis 12.30 Uhr diverse Bildungsangebote, es wird gebastelt und musiziert. Betreuungsplätze sind noch frei. Mehr Informationen auf der Internetseite des Kindergartens.

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