Polizei hat Ermittlungen aufgenommen

K.-o.-Tropfen auf dem Weinfest: 81-Jährige kippt um 

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Auf dem Weinfest sollen Besucher Opfer von K.-o.-Tropfen geworden sein.

Dietzenbach - Eine 81-Jährige ist am ersten Wochenende des Weinfestes wohl Opfer einer K.-o.-Tropfen-Attacke geworden. Der Vorfall ereignete sich bereits am Sonntag, 29. Juli. Die Seniorin hat allerdings erst vor ein paar Tagen Anzeige bei der Polizei erstattet.

„Meine Mutter war mit ihrem Mann und einer Freundin auf dem Weinfest“, berichtet eine Dietzenbacherin. Das Trio habe an einem Stand Wein getrunken, dann sind die beiden Damen eine halbe Runde übers Weinfest auf dem Europaplatz geschlendert und haben sich in der Nähe der Bühne vor dem Rathaus jeweils ein weiteres Glas Wein gegönnt. „Die beiden haben zwar festgestellt, dass der Wein nicht besonders schmeckt, aber ihn trotzdem getrunken“, berichtet die Tochter der 81-Jährigen weiter.

Nach dem Glas trennten sich die Wege. Die Seniorin sei zurück zu ihrem Mann gegangen, ihre 53-jährige Freundin Richtung Toiletten im Bürgerhaus. Ihre Mutter habe sich auf eine Bank gesetzt und sei ohnmächtig geworden, woraufhin Festbesucher, die den Zusammenbruch wohl der Hitze zuschrieben, Sanitäter riefen, berichtet die Dietzenbacherin. Als ihre Mutter wieder zu sich gekommen ist, habe sie sich zunächst an nichts erinnern können.

Weinfest in Dietzenbach: Neue Bilder

Die Freundin ihrer Mutter sei vor den Toiletten im Bürgerhaus umgekippt, habe sich dabei Blessuren an Kopf, Arm und Knie zugezogen und sei ins Krankenhaus gebracht worden. Dort haben die Ärzte eine Substanz festgestellt, die K.-o.-Tropfen zuzuordnen sind, teilt der stellvertretende Dietzenbacher Polizeidienststellenleiter Thomas Eck auf Nachfrage mit. Allerdings haben sich bislang Gerüchte nicht bestätigt, sagt Eck weiter, dass es auf dem Weinfest noch weitere Geschädigte durch K.-o.-Tropfen gebeben habe. Die Polizei ermittelt nun. Auf Nachfrage beim Weinfestveranstalter, der Kreisstadt, heißt es, das Ordnungsamt arbeite eng mit der Polizei zusammen, sehe aber wegen laufender Ermittlungen derzeit von einer Aussage zu den Vorfällen ab.

Zeugen und weitere Betroffene melden sich auf der Dietzenbacher Wache unter Tel.: 06074/8370. (ron)

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