Zwei Dietzenbacherinnen arbeiten als Basenfasten-Beraterinnen

Kaffee, Zucker und Getreide sind gestrichen

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Beraterinnen fürs Basenfasten: Steffi Reinschild-Barzen (links) und Katrin Reinschild.

Ob hinter Ladentheken in der Altstadt oder in Hallen im Gewerbegebiet: Die Dietzenbacher Unternehmenswelt hat einiges zu bieten. In loser Reihenfolge werfen wir einen Blick hinter die Kulissen.

Dietzenbach – Diesmal haben wir die Basenfasten-Beraterinnen Steffi Reinschild-Barzen und Katrin Reinschild besucht. Kein Zucker, kein Getreide, kein Kaffee – und Alkohol ist sowieso gestrichen. Was sich wenig spaßig anhört und es vermutlich auch nicht ist, soll dafür aber wahre Wunder wirken, den Körper wieder auf Vordermann bringen, ihn von Giftstoffen befreien. Gelingen kann das, davon sind zumindest Katrin Reinschild und ihre Schwester Steffi Reinschild-Barzen überzeugt, mit einer Basenfastenkur. Seit Ende 2018 bieten die beiden Dietzenbacherinnen das begleitete Fasten in der Kreisstadt an.

„Für sieben bis zehn Tage wird während der Kur nur gegessen, was basenbildend ist“, erläutert Steffi Reinschild-Barzen. In dieser Zeit habe der Körper die Gelegenheit, sich zu regenerieren. Sie und ihre Schwester, erzählt sie, haben die wohltuende Wirkung selbst erfahren, ließen sich daraufhin als Basenfasten-Beraterinnen ausbilden. In der Offenbacher Straße 50, wo Katrin Reinschild seit 27 Jahren eine Praxis für Krankengymnastik betreibt, bieten die Schwestern nun ihre Beratung an.

Im Kontakt mit Patienten habe Reinschild gemerkt, dass viele von ihnen mit Symptomen kämpfen, die durchaus auf schlechte Ernährungsgewohnheiten zurückzuführen sein könnten. „Migräne, rheumatische Beschwerden, Arthrose.“ Das sei kein Wunder: Fertigkost, Alkohol, Fast Food – all das führe dazu, dass viele Menschen übersäuert seien. Die dadurch abgelagerten Schlacken und Gifte seien Ursache vielerlei Beschwerden, sagen die Dietzenbacherinnen. Natürlich seien sie aber keine Medizinerinnen. Basenfasten, daran glauben sie fest, kann jedem guttun. „Es ist keine Diät“, betont Steffi Reinschild-Barzen. Das zu erwähnen, sei ihr und ihrer Schwester wichtig. Zwar purzelten die Pfunde während so einer Kur, das aber stehe nicht im Vordergrund.

Ihre Kunden buchen bei ihnen ein Sieben- oder Zehn-Tages-Paket, werden über diesen Zeitraum begleitet und beraten. „Bei einem Erstgespräch erfahren die Leute alles, was sie wissen müssen, bekommen Infomaterial, Rezeptvorschläge“, sagt Reinschild-Barzen. In den Unterlagen mit dabei: eine Liste mit Lebensmitteln, die erlaubt sind, und eine mit den verbotenen. Basenbildend sind vor allem Obst- und Gemüse, zu den Säurebildern zählen tierische Produkte wie Fleisch, Käse und Milch, aber auch Zucker und Erdnüsse. Wichtige Faktoren, erläutern die Dietzenbacherinnen, seien außerdem Sport und Entspannung. Alsbald jemand mit der Kur startet, gelten strenge Regeln.

Doch wie soll es nun gelingen, auf das zu verzichten, was normalerweise auf dem Speiseplan steht, inklusive des Lieblingsgerichts? „Tatsächlich tun sich einige schwer“, sagt Katrin Reinschild. Allerdings sei die Hemmschwelle, sich dann doch Energy Drinks und Süßkram zu genehmigen deutlich höher, wenn man durch das Buchen der Kur eine Verpflichtung eingegangen ist. „Und wir sind telefonisch jederzeit erreichbar in schwierigen Situationen“, ergänzt ihre Schwester. Letztendlich seien es aber ja nur wenige Tage.

Ist die Fastenkur erst einmal geschafft, empfehlen die beiden Beraterinnen, mit einer basenüberschüssigen Ernährung weiterzumachen, für einen gesunden Säure-Basen-Haushalt. Es sei aber auch in Ordnung, nur hin- und wieder zu fasten. „Um sich und seinem Körper was Gutes zu tun“, sagt Katrin Reinschild.

VON LENA JOCHUM

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