Kataster hilft bei Vermarktung

Dietzenbach - „Unternehmensansiedlung ist kein einfaches Geschäft. “ Und doch habe jede gute Begleitung eines Betriebs eine nicht zu verachtende Außenwirkung, sagt Susanne Schäfer von der städtischenWirtschaftsförderung. Von Simone Weil

Und neben der EAB Rhein-Main und der Cavotec Fladung scheint die Betreuung auch beim Werkzeugbauer Alesco aus Oberursel funktioniert zu haben, denn der Betrieb mit etwa 35 Mitarbeitern wird sich nach einigen Umbauarbeiten an der Justus-von-Liebig-Straße 40 niederlassen, wie Schäfer nun bei einem Pressetermin berichtete.

Die ersten Tage im neuen Jahr nutzt die Abteilung, die neuerdings unter dem Namen „Business. Partner. Dietzenbach“ firmiert, für einen Rückblick aufs Geleistete im Jahr 2011 und einen Ausblick auf die Vorhaben der nächsten Monate. Der Tätigkeitsbericht wurde jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt und ist am 3. Februar auch Gegenstand im Stadtparlament.

Billigläden sind Dorn im Auge

Wie Bürgermeister Jürgen Rogg sagt, habe sich die Arbeit in den vergangenen zwei Jahren verändert. Nicht zuletzt durch die Verstärkung durch Michael Krtsch, der im November seine Arbeit aufgenommen hat, soll das fünfköpfige Team unter der Leitung von Gabi Guddat intensiver auf Interessenten am Standort zugehen, wobei der sogenannten Bestandspflege eine wichtige Bedeutung zukommt. Verstärkt widmen soll sich die Abteilung etwa dem Leerstand in der Altstadt, insbesondere der Mieterzusammensetzung in der City-Passage, meint Rogg. Vor allem die Billigläden sind dem Stadtoberhaupt ein Dorn im Auge. Deshalb versuche man immer wieder in Gesprächen, auf Eigentümer Einfluss zu nehmen.

Positiv entwickelt hat sich die Gewerbesteuer: Von 12,9 Millionen Euro im Jahr 2010 auf 13,5 Millionen im vergangenen Jahr. Es existieren 3375 angemeldete Gewerbe (von der Einzelperson bis zum großen Unternehmen) und insgesamt 11.323 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse.

Gewerbesteuereinnahmen gestiegen

Bei den städtische Gewerbegrundstücken stehen insgesamt 220.000 Quadratmetern zur Verfügung, sagte Gabi Guddat. Die größte zusammenhängende Fläche bemesse 40.000 Quadratmeter. Im Übrigen soll ein Leerstandskataster auf der Stadt- Homepage dazu beitragen, dass sich für Laden-, Büro- und Praxisräume, Lager- und Produktionsflächen oder Gewerbegrundstücke möglichst schnell Interessenten finden. „Für private Eigentümer ist das Einstellen kostenlos“, sagte Susanne Schäfer.

Zu den weiteren Schwerpunkten zählt der in der ersten Jahreshälfte anstehende Besuch einer Delegation aus Kunming. Mit der chinesischen Stadt besteht ein Kooperationsvertrag zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit, von dem sich die Kreisstadt einiges erhofft. Außerdem soll eine Umsetzungsplanung für den Breitbandausbau vorgelegt werden, weil diese leistungsfähigen Anschlüsse als wichtigen Impuls für wirtschaftliches Wachstum und steigenden Wohlstand gesehen werden.

Darüber hinaus sollen Unternehmensnetzwerke aufgebaut, gepflegt und weiterentwickelt, und insbesondere der eigene Internetauftritt weiter ausgebaut werden. Vor allem die wachstumsträchtigen Brachen wie Informationstechnologie, Logistik und Gesundheit, die bereits in hoher Konzentration am Standort vertreten seien und die eine große Dynamik für die Zukunft verhießen, sollen vom Nutzen der Netzwerkarbeit überzeugt werden, erläuterte Michael Krtsch.

Rubriklistenbild: © Birgit H./pixelio.de

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