„Gesund durch Singen“

Kein Arzneimittel ist so preiswert wie Gesang

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Werben für Gesang: Landrat Oliver Quilling, Siegfried Roet (Sängerkreis), Stephan Sahm (Ketteler Klinik) und Raymond Möbs (DAK)

Dietzenbach - Landrat Oliver Quilling höchstpersönlich gab gestern im Dietzenbacher Kreishaus den Startschuss für die Aktion „Gesund durch Singen“. Damit werben Gesangvereine, Ärzte und Krankenkasse in Stadt und Kreis Offenbach für den Chorgesang.

Mehr als 50 der 74 im Sängerkreis Offenbach vertretenen Vereine beteiligen sich mit mehr als 110 Chorgruppen an der Aktion, die in Arztpraxen, Apotheken und öffentlichen Gebäuden für den Chorgesang wirbt. Immerhin singen in Stadt und Kreis mehr als 4.000 Menschen in Kinder-, Jugend- und Erwachsenenchören. Mit an Bord sind auch die DAK-Krankenkasse und die Sparkasse Langen-Seligenstadt.

Krankenkasse, Gesangvereine Ärzte und der Sängerkreis ziehen bei der Aktion „Gesund durch Singen“ an einem Strang.

„Der Landrat war sofort begeistert, als ich ihm das Projekt vorstellte“, sagte Siegfried Roet, Vorsitzender des Sängerkreises Offenbach und Initiator von „Gesund durch Singen“. Roet hat „das Rad nicht neu erfunden“, sondern eine Initiative des Schwäbischen Sängerbundes aufgegriffen. Dass die Aktion den Fokus auf eine Facette des Kulturlebens richtet, die sonst weniger Beachtung findet, ist ihm ein besonderes Anliegen. „Wir haben Chöre in unserer Region, die in der Champions League singen“, warb Roet für seine Vereine, in denen Anfänger ebenso willkommen seien wie Wiedereinsteiger.

„Singen ist eine verkannte Massenbewegung“

„Singen ist eine verkannte Massenbewegung“, assistierte Stephan Sahm, Chefarzt des Offenbacher Ketteler Krankenhauses und Leiter des Vokalensembles „Prophet“. In dem Offenbacher Mediziner hat der Sängerkreis einen ebenso kompetenten wie engagierten Mitstreiter gefunden. „Schon Daniel in der Löwengrube hat gesungen“, holt Sahm aus, berichtet von Kölner Jecken, von Top-Entscheidern beim Weltwirtschaftsforum in Davos und Kickers-Fans im Stadion, die alle im Chor zusammenfänden. Es gebe eine überwältigende Evidenz für die positive Wirkung des Singens sowohl in psychologischer als auch in medizinischer Hinsicht. Singen fördere gruppendynamische Prozesse, trage zu Aggressionsabbau und Stressbewältigung bei, wirke sich positiv auf das Immunsystem und die geistige Leistungsfähigkeit aus. „Kein Arzneimittel ist so preiswert.“

„Singen macht gesünder, glücklicher und klüger“, ergänzte Raymond Möbs von der DAK in Offenbach, den Siegfried Roet schnell für die gemeinsame Gesundheits-Aktion gewinnen konnte. Landrat Oliver Quilling (CDU) stand dem nicht nach: „Das Projekt ergänzt unsere Initiative ,Gesund durch Sport’ und bezieht Menschen ein, die weniger Sport-affin sind. Ich freue mich, dass wir unser Angebot nun auch auf den musischen Bereich ausdehnen können.“

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