Nach der Kommunalwahl in Dietzenbach

Gieseler kann sich Große Koalition vorstellen

Dietzenbach - In den Tagen nach der Kommunalwahl ist es scheinbar still um die Dietzenbacher Politiker geworden.

Verständlich, geht es doch nun darum, Koalitions- beziehungsweise Kooperationsgespräche zu führen, um eine regierungsfähige Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung zusammenzubekommen. Da wird natürlich sprichwörtlich hinter verschlossenen Türen gesprochen und verhandelt, schließlich möchte sich keiner in die Karten schauen lassen.

Stephan Gieseler, CDU-Stadtverbandsvorsitzender, gibt dennoch preis, die Christdemokraten haben schon Gesprächstermine mit den Grünen, der FDP, der WIR-BfD und der SPD vereinbart. „Eine Mehrheitsbildung mit der SPD kann ich mir vorstellen“, sagt Gieseler, fügt aber an, „auch mit anderen Parteien“. Die mit 25,4 Prozent der Wählerstimmen stärkste Fraktion setzt sich also unter anderem mit der Möglichkeit einer Großen Koalition auseinander. Gieseler: „Wir wollen nun sondieren und Programme übereinanderlegen und vergleichen.“

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Der am Mittwochabend frisch ins Amt gewählte SPD-Fraktionsvorsitzende Rainer Engelhardt sagt auf Nachfrage: „Wir werden uns nächste Woche mit der CDU zusammensetzen.“ Die Sozialdemokraten, die als zweitstärkste Fraktion (21,3 Prozent) aus der Kommunalwahl hervorgegangen sind, hätten allerdings – bis auf die Personalie Engelhardt – noch keine Personalentscheidungen getroffen, sagt SPD-Spitzenkandidatin Ulrike Alex. Vielmehr werde man am kommenden Montag mit der gesamten SPD-Wahlkampfgruppe im Rathaus zusammenkommen, diskutieren, Meinungen austauschen und Perspektiven ausloten, sagt Alex: „Wir wollen die Menschen würdigen, die den Wahlkampf gemacht haben.“ Engelhardt ergänzt: „Wir werden die Genossen fragen, welcher Weg für sie der gangbarste ist.“ (ron)

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