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Benefizkonzert für die Ukraine im Capitol

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Benefizkonzert zugunsten ukrainischer Flüchtlinge: Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler präsentieren ihre musikalischen Talente auf der Bühne des Capitols.
Benefizkonzert zugunsten ukrainischer Flüchtlinge: Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler präsentieren ihre musikalischen Talente auf der Bühne des Capitols. © kleint

Berührende Reden, musikalische Darbietungen und der allgemeine Wunsch nach Frieden standen im Mittelpunkt. Die Initiative „Dietzenbach hilft!“, sowie die Musikschule Dietzenbach und das Marcel-Jung- Musikmanagement hatten zu einem Benefizkonzert zugunsten ukrainischer Flüchtlinge eingeladen. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler präsentierten ihre musikalischen Talente auf der Bühne des Dietzenbacher Capitols, um Spenden für die Betroffenen zu sammeln.

Dietzenbach – Sonnenstrahlen und Wärme erfüllen den großen Saal. Kinder eilen in schicken Kleidern und Hemden aufgeregt durch die Reihen, bevor es losgeht. Immer mehr Menschen betreten den Raum und zusätzliche Stühle werden aufgestellt, um auch noch dem letzten Gast einen Sitzplatz zu bieten. Die Freude darüber, dass seine Musikschülerinnen und -schüler nach pandemiebedingter Pause endlich wieder auftreten dürfen, ist Marcel Jung ins Gesicht geschrieben. „Wir sind schon ganz aufgeregt“, sagt er mit einem Lächeln.

Zu Beginn stehen ebenso Joachim Neumann als Leiter der Dietzenbacher Musikschule, der Erste Stadtrat René Bacher sowie die Initiatorin Lisa Schmedemann und Martin Skerra von der Flüchtlingshilfe Dietzenbach auf der Bühne. Sie alle machen deutlich, wie wichtig die Unterstützung der in der Kreisstadt ankommenden Ukrainern ist. Mittlerweile sind es bereits rund 200 Menschen – und sie brauchen Hilfe.

Nach den emotionalen Ansprachen startet das Konzert mit einem Klavierstück, das die junge Elisa Romano gemeinsam mit ihrem Lehrer präsentiert. Es folgen talentierte Künstlerinnen und Künstler jeden Alters, die ihren Auftritt mit Bravour meistern. Das Publikum darf sowohl modernen als auch klassischen Stücken lauschen. Es erklingen Klavier, Flöte, Violine und Cello, ebenso gehören Gesangseinlagen zum Programm. Zwei begeisterte Besucherinnen schwärmen von der „tollen Mischung“. Sie seien „sehr beeindruckt“ von den kleinen Nachwuchstalenten.

Mit bewegenden Worten richtet sich am Ende des Konzerts die Ukrainerin Oksana Tarasova an die Stadt Dietzenbach und an das Publikum. Dank einer Übersetzerin können alle Gäste ihre Worte der Dankbarkeit und Hoffnung verstehen. Oksana stand an dem Abend selbst auf der Bühne und ist nach der Flucht aus ihrem Heimatland glücklich darüber, endlich wieder die Tasten eines Klaviers berühren zu dürfen. Sie bedankt sich – auch im Namen aller anwesenden Ukrainerinnen und Ukrainern – für die Mithilfe und das Engagement.

Martin Skerra von der Flüchtlingshilfe, sowie der in Deutschland lebende Ukrainer Grigorij Seidenberg betonen, wie wichtig die Soforthilfe sei. Dass die Ankommenden zunächst mit lebensnotwendigen Dingen versorgt werden, sei das Wichtigste und funktioniere „nur durch die Spenden“. Danach müsse sich nach Schulausbildung, Betreuung und Wohnplatz erkundigt werden, was jedoch einige Schwierigkeiten mit sich bringe. So betont Skerra, „da gibt’s noch einiges zu tun“ und macht deutlich, dass viele Herausforderungen erst noch bevorständen.

Zur Freude aller kam allein durch das Publikum eine Spendensumme von 1 750 Euro zusammen, die nun direkt für die Flüchtlingshilfe eingesetzt werden kann. (Katharina Kleint)

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