Corona-Pandemie

Corona im Kreis Offenbach: Seit heute gelten neue Regeln - Maßnahmen verschärft

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Im Kreis Offenbach wurde bei den Corona-Maßnahmen nachgeschärft. Die Inzidenz liegt inzwischen bei mehr als 200.

Im Kreis Offenbach steigt die Zahl der Corona-Infektionen weiter an. Die Kreisverwaltung hat daher bei den Corona-Regeln erneut nachgeschärft.

  • Die Inzidenz im Kreis Offenbach ist über die vierte Corona-Warnschwelle des Landes Hessen gestiegen.
  • Mit erneut verschärften Maßnahmen will der Kreis ab dem 2. November gegensteuern.
  • Besonders Kontakte sollen weiter eingeschränkt werden.

Dietzenbach – Um dem unkontrollierten Anstieg der Infektionszahlen mit dem Coronavirus entgegenzuwirken, hat der Kreis Offenbach die bestehenden Regelungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens noch einmal verschärft. Grund für die Verschärfung ist die Tatsache, dass die Inzidenz im Kreis mit einem Wert von 204,9 die höchste Warnschwelle des Landes Hessen weit überschritten hat.

Die neuen Corona-Maßnahmen im Kreis Offenbach

Am Montag, 2. November 2020, treten umfangreiche Veränderungen der Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung des Landes Hessen in Kraft. Zu Fragen, was wann gilt, stellt der Kreis Offenbach klar, dass stets die strengeren Regelungen gelten. So sollen Kontakte auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt werden. Ab dem 2. November gilt:

  • Der Aufenthalt im öffentlichen Raum (einschließlich Parks und Grünanlagen) ist nur alleine, mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Haushaltes gestattet, höchstens jedoch mit zehn Personen. Kontakte außerhalb des eigenen Hausstands sind auf das nötigste Minimum zu reduzieren.
  • Öffentliche Veranstaltungen, die der reinen Unterhaltung dienen, sind verboten. Zusammenkünfte und Veranstaltungen sind nur bei besonderem öffentlichen Interesse und mit Genehmigung des Gesundheitsamtes erlaubt. Dies gilt unabhängig von einer Teilnehmerzahl.
  • Private Veranstaltungen außerhalb der eigenen Wohnung sind untersagt.
  • In der Öffentlichkeit darf ganztägig kein Alkohol mehr konsumiert werden. Der Ausschank, die Abgabe und der Verkauf von alkoholischen Getränken sind in der Zeit von 23:00 bis 6:00 Uhr an allen Verkaufsstätten und ähnlichen Einrichtungen, insbesondere Tankstellen, Kiosken, Einzelhandelsgeschäften und Supermärkten, untersagt.
  • Treffen und Feiern zuhause sind nur in engem privaten Kreis gestattet.
  • Übernachtungsangebote im Inland sind nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke erlaubt.
  • Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, werden geschlossen. Dazu gehören: Theater, Opern, Konzerthäuser, Messen, Kinos, Freizeitparks, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen, Bordelle, Schwimm- und Spaßbädern, Saunen und Fitnessstudios.
  • Freizeit- und Amateursport ist untersagt, es sei denn er wird alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand ausgeübt. Der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Spitzen- und Profisports sowie des Schulsports sind bei Vorlage eines umfassenden Hygienekonzepts zulässig.
  • MuseenSchlösserTierparks und Zoos werden geschlossen.

    RestaurantsGaststätten sowie BarsClubsDiskothekenKneipen und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Davon ausgenommen sind Kantinen und Mensen und die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.
  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Nagelstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physiotherapie, bleiben weiter möglich. Friseursalons bleiben unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet.
  • Der Einzelhandel bleibt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen insgesamt geöffnet. Dabei ist sicherzustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche aufhält.
  • Besuche in KrankenhäusernSeniorenheimen und Pflegeeinrichtungen bleiben unter strengen Vorgaben möglich. Ältere und pflegebedürftige Menschen dürfen in ihren jeweiligen Einrichtungen innerhalb einer Woche drei Mal Besuch von maximal jeweils zwei Personen für je eine Stunde erhalten. So wird berücksichtigt, dass die jeweiligen Regelungen nicht zu einer vollständigen sozialen Isolation der Betroffenen führen sollen.
  • Volkshochschulen bleiben geöffnet.
  • Es wird klargestellt, dass sich Personen bei einem positiven Corona-Test unmittelbar in Quarantäne begeben müssen. Dies gilt ab dem Vorliegen des Testergebnisses, auch wenn die förmliche Anordnung des Gesundheitsamtes noch nicht erfolgt ist. Wer mit einer positiv getesteten Person in einem Hausstand lebt, muss sich ebenfalls unmittelbar in zweiwöchige Quarantäne begeben. Für unaufschiebbare Erledigungen wie beispielsweise den Einkauf von Lebensmitteln gibt es Ausnahmen.
  • Darüber hinaus macht das Gesundheitsamt im Kreis Offenbach darauf aufmerksam, dass der Begriff der Mund-Nasen-Bedeckung vom Land Hessen neu definiert wurde. Demnach sind nur noch vollständige, an der Gesichtshaut anliegende Bedeckungen von Mund und Nase erlaubt. Diese müssen aufgrund ihrer Beschaffenheit unabhängig von einer Kennzeichnung oder zertifizierten Schutzkategorie geeignet sein, die Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln oder Aerosolen durch Husten, Niesen oder Aussprache deutlich zu verringern. Konkret bedeutet dies, dass Gesichtsvisiere nicht mehr als alleinige Mund-Nasen-Bedeckung erlaubt sind. Studien haben nachgewiesen, dass die Schilde das Coronavirus nicht so zurückhalten, wie es Textilmasken tun.
  • Ab der fünften Klasse gilt eine Maskenpflicht auch im Unterricht. Diese Schülerinnen und Schüler können die Masken in den Pausen abnehmen. Diese „Maskenpausen“ werden vor Ort in den Schulen organisiert.
  • Auf stark frequentierten Straßen und Plätzen unter freiem Himmel muss immer dann eine Alltagsmaske getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht sichergestellt werden kann. Das gilt insbesondere in Fußgängerzonen.
  • Wenn sich in einem Fahrzeug Personen aus mehr als zwei Hausständen befinden, ist eine Alltagsmaske zu tragen.

Folgende Maßnahmen sind bereits zum 24. Oktober verschärft worden:

  • Bei privaten Zusammenkünften und Feierlichkeiten dürfen maximal 10 Personen zusammenkommen. Diese dürfen aus maximal zwei unterschiedlichen Haushalten kommen. Vorher waren Zusammenkünfte dieser Art mit bis zu 25 Personen erlaubt.
  • Bei allen sonstigen Zusammenkünften und Veranstaltungen wie Theater, Kino oder Konzerten, ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, auch auf dem eigenen Sitzplatz. Hier ist die Teilnehmerzahl auf maximal 100 Personen beschränkt.
  • Für den Trainings- und Wettkampfbetrieb im Sport darf kein Publikum mehr zugelassen werden. Begleitpersonen, insbesondere Betreuerinnen und Betreuer, Trainigspersonen und Aufsichtspersonen von Minderjährigen sind ausgenommen.
  • Gäste in Gaststätten und Übernachtungsbetrieben müssen beim Betreten und Verlassen der Lokalität, in den Gängen und beim Aufsuchen von Gemeinschaftseinrichtungen, beispielsweise Toiletten oder Wellnessbereich, eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.
  • Bei religiösen Veranstaltungen herrscht eine Maskenpflicht. Die Maske darf zum Zweck notwendiger religiöser Handlungen abgenommen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird.
  • Im Freien herrscht, wo Menschen dichter zusammen kommen, Maskenpflicht. Das bezieht sich zum Beispiel aber nicht ausschließlich auf Fußgängerzonen, belebte Plätze, Märkte, Fahrstühle und Eingangsbereich von Hochhäusern.
  • Darüber hinaus empfiehlt der Kreis dringend, die sozialen Kontakte auch im privaten Bereich auf ein Minimum zu reduzieren.
Die verschärfte Maskenpflicht in Risikogebieten wird von einer großen Mehrheit unterstützt.

Das Gesundheitsamt in Offenbach stößt an seine Grenzen - und fährt eine undurchsichtige Linie. Manche Schulklassen müssen zum Corona-Test, andere nicht.

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