Gespräche mit Eigentümern und potenziellen Mietern

Leerstand in Altstadt soll bald ein Ende haben

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Leer sieht’s aus am Roten Platz. Das liegt neben dem kalten Straßenfeger-Wetter zum Teil auch an verwaisten Geschäften rund um den Stadtbrunnen. Gleich drei Läden haben zum Jahreswechsel dicht gemacht. Zum Glück wird der Eissalon im Frühjahr wieder für Belebung sorgen.

Dietzenbach - Die Zahl der leeren Schaufenster in der Altstadt ist in den vergangenen Wochen wieder gestiegen. Von Carolin Henneberg 

Noch macht sich am Stadtbrunnen keine Alarmstimmung breit, doch gilt es, die Flächen so schnell wie möglich wieder zu vermarkten, wissen die städtischen Wirtschaftsförderer. Sie haben ein Auge drauf, sind in Gesprächen mit Vermietern und potenziellen Mietern.  Man stehe in direktem Kontakt mit den jeweiligen Eigentümern, sagte Michael Krtsch, Leiter der Wirtschaftsförderung, auf Anfrage. Wo beispielsweise einst „Gardinen Glück“ die Schaufenster bestückte, begegnen den vorbeischlendernden Passanten am Rande des Roten Platzes leere Verkaufsflächen. Das Handarbeitscafé Starke in der Schäfergasse hat Ende des vergangenen Jahres dichtgemacht. Vor einigen Wochen hat sich auch „Madeleine Moden“ nach einem Ausverkauf vom Geschäftstreiben in der Altstadt verabschiedet.

Das ehemalige griechische Restaurant „Platea“ von Wirt Elias Kourtoglou, das erst vor Kurzem vom einstigen Hügeleck-Wirt übernommen wurde (wir berichteten), steht auch schon wieder leer. Unter anderem deswegen, weil Lärmschutzvorgaben die im Hügeleck obligatorischen Live-Konzerte erschwert haben sollen. Erschwerend hinzu kommt die trostlose Situation um den Bürgerservice, der schon seit Monaten geschlossen ist. Anfragen im Rathaus liefen bislang ins Leere. „Das ist ein Politikum“, heißt es hinter vorgehaltener Hand.

Auch beim „Blumenbinder Brokmeier“ steht in den kommenden Wochen ein Wechsel an. Der Blumenbinder hat sich ein neues Zuhause in der Scheune der Rathenaustraße 4 gesucht. Die bisherigen Räume übernimmt Jasmina Kreso von Jasmina Moden, die zurzeit noch neben der Polizeiwache an der Bahnhofsstraße ihr Domizil hat.

„Gemeinsam mit den Eigentümern gehen wir davon aus, die leer stehenden Flächen zeitnah wieder einer attraktiven Nutzung zuführen zu können“, blickt Wirtschaftsförderer Krtsch durchaus positiv in die Zukunft. Entsprechende Gespräche liefen bereits. Neben den Bemühungen der Wirtschaftsförderung selbst baut Krtsch „zusätzlich auf die konstruktive und aktive Unterstützung des Dietzenbacher Gewerbevereins, der ja bereits angekündigt hat, sich noch stärker und aktiver den Herausforderungen des mittelständischen Einzelhandels anzunehmen.“

Was Geschäftsleute durchaus positiv stimmen und die Altstadt als Standort noch attraktiver machen dürfte: Sowohl die „Suppe und das Grün“ als auch die Bar und Prosciutteria „La Culacciata“ haben ihre Nische gefunden und sich rund um den Stadtbrunnen schnell etabliert.

Bilder zum Neujahrsempfang der Stadt Dietzenbach

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