EVD-Geschäftsführerin hat eine neue Aufgabe

Lena Blazek verabschiedet sich von Dietzenbach

Lena Blazek war seit 2012 bei den Stadtwerken. Seit dem 1. Oktober ist sie beim Gemeindwerk Kahl.
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Lena Blazek war seit 2012 bei den Stadtwerken. Seit dem 1. Oktober ist sie beim Gemeindwerk Kahl.

Dietzenbach – Ganz leicht gefallen ist ihr der Abschied von Dietzenbach nicht. „Aber ich möchte die Chance nutzen, mich weiterzuentwickeln und auch neue Herausforderungen anzunehmen“, sagt Lena Blazek. Die langjährige Geschäftsführerin der Energieversorgung Dietzenbach (EVD) und Bereichsleiterin für „Zentrale Kaufmännische Dienste“ bei den Stadtwerken ist seit dem 1. Oktober bei den Gemeindewerken Kahl als Geschäftsführerin und Betriebsleiterin für den Abwasserbetrieb zuständig. „Ich kann dort mehr Verantwortung übernehmen und es warten spannende Aufgaben auf mich“, freut sie sich.

Im Mai 2012 war Lena Blazek bei den Stadtwerken eingestiegen. Das kommunale Dienstleistungsunternehmen, dessen alleinige Gesellschafterin die Stadt ist, war zuvor schnell gewachsen und hatte sein Angebot immer wieder der Zeit angepasst. Wo es anfangs noch lediglich um den Betrieb des Industriestammgleises und der Tiefgarage ging, waren unter anderem Aufgaben wie Abwasserentsorgung und Frischwasserversorgung, Reinigung, Personennahverkehr und Müllentsorgung dazu gekommen. Indes war Blazek gut gerüstet für die Anforderungen dieses schnell wachsenden Unternehmens. Die gebürtige Offenbacherin, die im Rodgau aufgewachsen ist, hatte bei MAN Roland eine Ausbildung zur Industriekauffrau absolviert. „Da habe ich meine ersten Erfahrungen in der Verbindung von Technik, Verwaltung und Finanzen gemacht“, erzählt sie. Konsequent sei sie dabei auch dem Ratschlag eines ihrer Ausbilder gefolgt. „Er hat immer gesagt, geh an die Maschine, lass dir zeigen, was gemacht wird, nur dann kannst du den Bogen zu deiner Arbeit schlagen“, erinnert sie sich. Dermaßen fit gemacht, nahm sie anschließend ein Studium der Betriebswirtschaftslehre auf und schloss es erfolgreich ab. „Damit war ich für den Aufbau der Bereiche Controlling, Reporting und Wirtschaftsplanung bei den Stadtwerken gerüstet, auch wenn ich anfangs noch in die kommunalen Vorgaben hineinwachsen musste.“

Schon gleich in ihrem zweiten Jahr ging es dann an große Projekte: „Wir erarbeiteten die Rekommunalisierung der Sparten Wasser und Fernwärme und haben sie 2014 erfolgreich umgesetzt.“ In diesem Jahr gründete sich auch die EVD, ein gemeinschaftliches Unternehmen der Stadtwerke und der Energieversorgung Offenbach (EVO), das für die Fernwärmeversorgung der etwa 1200 angeschlossenen Haushalte in Dietzenbach zuständig ist. „Als Geschäftsführerin hatte ich von Anfang an Kontakt mit vielen Kunden, das hat mich sehr bereichert“, sagt Blazek. Das gelte ebenso für die Zusammenarbeit mit der EVO: „Die technischen Abläufe zu verfolgen war hochspannend und wir waren immer ein gutes Team.“ So seien schließlich auch die Diskussionen mit der Interessengemeinschaft Energie, einer Bürgervertretung, die sich in Richtung Fernwärmepreise engagiert, trotz allen Meinungsverschiedenheiten stets konstruktiv verlaufen. „Wir haben im gegenseitigen Miteinander gesprochen und konnten uns menschlich gut begegnen“, zieht die ehemalige EVD-Geschäftsführerin Bilanz.

So sei die Dietzenbacher Zeit manchmal aufregend, aber immer anregend gewesen. „Mich hat besonders die Vielfalt der Themen gereizt, es ging um Wasser, Abwasser, den gesamten Entsorgungsbereich, Reinigung, Nahverkehr und am Schluss mit EDIE auch um ein Stromprodukt.“ Geschätzt habe sie in all den Jahren auch die familiäre und kollegiale Atmosphäre des Stadtwerke-Teams. „Wir hatten kurze Wege im Austausch miteinander und haben uns gegenseitig unter die Arme gegriffen, wenn Bedarf da war“, erzählt sie. Einen Dank richtet Lena Blazek ebenso an den Aufsichtsrat der Stadtwerke und die Betriebskommission der Städtischen Betriebe. „Auch das war immer eine gute und konstruktive Zusammenarbeit.“ Vermissen werde sie auf jeden Fall die Kreisstadt auch als Lebensraum im Rahmen ihrer Arbeit.

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