Nach Endabnahme

Justus-von-Liebig-Straße wieder frei befahrbar

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Die Zeit der Absperrungen an der Justus-von-Liebig-Straße ist vorbei.

Dietzenbach - Sie hat länger gedauert, mehr Geld gekostet und mehr Nerven strapaziert als geplant: die Baustelle in der Justus-von-Liebig-Straße. Nun ist die Straße seit heute Mittag wieder frei befahrbar.

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Bauarbeiten auf der Zielgeraden

Es ist vollbracht. Seit heute rollt der Verkehr wieder durch die Justus-von-Liebig-Straße. Die Straße im Dietzenbacher Gewerbegebiet ist schier endlos scheinende acht Monate wegen einer grundlegenden Sanierung zwischen der Kreisquerverbindung und der Max-Planck-Straße gesperrt gewesen. Mit der gestrigen Freigabe des ersten Bauabschnitts ging eine Zeit zu Ende, die Verkehrsteilnehmer, Unternehmer und deren Kunden gleichermaßen auf die Folter gespannt hatte. Die Mitte August eingerichtete Baustelle erregte sofort Aufmerksamkeit, weil lange Staus entstanden und die Beschilderung unzureichend war.

Firmen vor Ort hängten selbstständig Wegweiser zu ihren Geschäften auf, um die Kunden zum Ziel zu lotsen, ehe die Stadt schließlich nachbesserte. Dann stellte sich heraus, dass sich die Straßensanierung weiter verzögern würde. Ziel war irgendwann nicht mehr Weihnachten, sondern Ostern. Der Untergrund hielt der Belastbarkeitsprüfung nicht stand, es musste noch mehr Material verdichtet werden. Bei der umfangreichen Baumaßnahme, die sich auch noch erheblich verteuerte, wurden nicht nur die Fahrbahnen erneuert, sondern auch rund 200 Meter Kanal, Gas,- Wasser,- und weitere Versorgungsleitungen. Damit in Zukunft weniger Rückstaus an der Kreuzung mit der Kreisquerverbindung entstehen, ist die Justus-von-Liebig-Straße bereits ab der Voltastraße stadtauswärts in zwei Spuren aufgeteilt.

So wird das Linksabbiegen auf die K 174 erleichtert. Außerdem sind drei neue barrierefreie Fußgängerüberwege sowie barrierefreie Bushaltestellen entstanden. Bereits 2009 war die grundhafte Sanierung, der laut Bewertungsverfahren auf einer Skala von eins bis fünf mit der mangelhaften Note von 4,9 bewerteten Straße, geplant. Die Umsetzung war in den Folgejahren immer wieder an den städtischen Finanzen gescheitert. Letztlich ließ sich die Maßnahme aber nicht weiter schieben, weil der von zahllosen Lastwagen überrollte Kanal seinen Zenit längst überschritten hatte. „Um Verkehrsbehinderungen für die Anlieger zeitlich zu entzerren“, so formulierte es die Stadt im vergangenen Jahr, sind die verbleibenden zwei Bauabschnitte erst für die Jahre 2018 und 2019 geplant.

Dann soll der Verkehr während der Sperrungen auf die umliegenden Straßen verteilt werden. Beim zweiten und dritten Bauabschnitt soll eine Ab- beziehungsweise Zufahrt über die Kreisquerverbindung jederzeit möglich sein, verspricht die Stadt. Dadurch sei es auch möglich, dass die anliegenden Unternehmen immer beliefert werden können. Gestern jedenfalls freuten sich alle Beteiligten, dass der Verkehr erst einmal wieder rollt. Und morgen sollen auch die letzten Umleitungs-, Verbots- und Sackgassenschilder verschwinden. (cz.)

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