Mediennacht an Ernst-Reuter-Schule

LAN-Party mit Freunden in der Aula

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Stundenlang am PC sitzen und zocken: Was zuhause nicht immer so gut ankommt – in der Ernst-Reuter-Schule war es bei der ersten Mediennacht Programm. 60 Schüler nahmen daran teil.

Dietzenbach -  Moderne Medien sind aus dem Schüler-Alltag nicht wegzudenken. Doch welche Eltern oder auch Lehrer kommen bei Computerspiel-Begriffen wie etwa Addon, Cheats, Patches, Buff oder Stun noch mit? Wer weiß, was es bedeutet, wenn der Archmage gepurget wird?

Wer kennt sich aus mit Facebook, What’s App und sozialen Netzwerken allgemein? Was also, fragt die Ernst-Reuter-Schule (ERS), passiert im voll vernetzten Kinder- und Jugendzimmer? Über die modernen Medien einerseits das Zugehörigkeitsgefühl der Schüler zu ihrer Schule zu stärken, andererseits aber auch Aufklärungsarbeit zu leisten, damit sie lernen, verantwortlich mit Medien umzugehen und nicht etwa in finanzielle Abo-Fallen zu tappen, das hat sich die Medien-Erziehung an der Gesamtschule zum Ziel gesetzt. Und so war denn auch die Idee zu einer Mediennacht geboren.

Unter fachkundiger Anleitung konnten die Schüler hier „so richtig zocken“, auf dem großen Smartboardmonitor im Computerraum, wie die ERS mitteilt. Und in der Aula fand eine LAN-Party statt, ohne dass jemand befürchten musste, ins Bett geschickt zu werden, wenn es gerade anfing, Spaß zu machen. Zu entdecken gab es zudem verschiedenste Gaming-Stationen, sowohl am PC als auch an gesponserten Konsolen, ein Kino, Liveübertragung des Sportfernsehens und Discospiele wie „Singstar“ oder „Let’s Dance“. In weiteren Räumen konnten PC-Profis „Gaming-Duelle“ austragen – mit Spielen, freigegeben ab zwölf Jahren.

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Wochenlanges Planen, Organisieren und Hardware bereitstellen war der Mediennacht vorausgegangen. Das Team um Jürgen Vedder und Dagmar Wennel verlegte Steckdosen-Leisten, verkabelte Geräte, holte Einverständniserklärungen von Eltern ein, organisierte Frühstück und so weiter. Denn: Spielen macht hungrig, und so reichte die Auswahl von Snacks und Süßem bis hin zu Chili con Carne und Linsensuppe.

Gegen 21 Uhr mussten sich die Schüler entscheiden, ob sie lieber nach Hause gehen oder in der Schule übernachten wollten – wobei übernachten es nicht ganz traf, da die meisten kaum für zwei oder drei Stunden die Augen zumachten. Am Samstag gab es dann noch ein gemeinsames Frühstück, und nachdem alles abgebaut und gereinigt war, verließen gegen acht Uhr müde, aber glückliche Jugendliche die Schule.

Als vollen Erfolg wertet die ERS ihre Mediennacht. Fast 60 Schüler hatten teilgenommen, darunter 25 von der Mediennacht-AG. Kinder und Jugendliche, so eine gewonnene Erkenntnis, könnten durchaus verantwortungsvoll mit Medien umgehen und seien bereit, nötige Kompetenzen zu erlernen.

nl

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