Das meiste Geld liegt unter der Erde

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Das Schwimmerbecken (rechts) ist nun zwei Bahnen schmaler als bisher, dafür aber schon fast fertig. Als letztes wird das Nichtschwimmerbecken derzeit vorbereitet auf seine Edelstahlhülle. Die Gestaltung des Außenareals soll im März beginnen.

Dietzenbach ‐ Auch wenn der Himmel derzeit noch eher grau als blau und das bisschen Wasser in den bereits mit Edelstahl ausgekleideten Schwimmer- und Springerbecken grün und zudem mit einer leichten Eisschicht überzogen ist –  Von Nina Beck

die Funktionsgebäude erstrahlen schon in frisch-sommerlichem Türkisblau. Und das wiederum ist, wie berichtet, Teil des „Gute-Laune-Konzepts“, auf das die Architekten hier setzen.

So ist denn auch der neue Eingangsbereich des Waldschwimmbads in rötliches Pink getaucht, die Duschräume sind türkis-blau-gelb gekachelt. Auch die Böden in Dusch- und Umkleideräumen, Personal-, Kassen- und Erste-Hilfe-Räumen sowie dem Gastro-Bereich sind schon gefliest, Schalter und Steckdosen gesetzt, die Sanitäranlagen eingerichtet. Ein klein wenig, sagt Michael Würz, Technischer Leiter der Städtischen Betriebe, sei man hier dennoch im Zeitverzug – wenn auch nicht gravierend.

Da hat der frühe Wintereinbruch den zahlreichen Erdarbeiten schon eher einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Wir hatten eigentlich geplant, den Dezember fast komplett durcharbeiten zu können“, erläutert Würz. Das wurde dann jedoch erstmal nichts. Das Springerbecken war das letzte, was noch im vergangenen Jahr fertiggestellt werden konnte, während die Bagger erst jetzt wieder begonnen haben, ihre Gräben zu ziehen. Immerhin, das wiederum etwas früher als geplant. „Jetzt hoffen wir nur, dass es nicht noch einmal einen massiven Kälteeinbruch gibt“, so Würz. Sollte der ausbleiben, ist er optimistisch, dass das Bad an der Offenthaler Straße zum Saisonbeginn Anfang Mai wiedereröffnet werden kann.

Das meiste Geld liegt unter der Erde

Während die Ringleitung für die sechs Außenduschen noch gelegt werden muss – die halbrunden Betonfertigteile liegen schon neben dem Nichtschwimmberbecken bereit – und auch noch einige Kabel- und Entwässerungsgräben gebaggert werden, sind die Leitungen für die Wassertechnik schon fertig. Beim Verlegen der Rohre haben die Bauarbeiter diesmal auf einer breiteren Fläche und mit Höhenversatz agiert, anders, als es bei den alten Leitungen der Fall gewesen war.

Sollte es später nämlich mal Reparaturbedarf geben, ist die jeweilige Stelle mit sehr viel geringerem Aufwand zu erreichen. „Da sehen Sie, wo das meiste Geld liegt – unter der Erde“, so Würz. Wie berichtet, hat die Stadt rund fünf Millionen Euro für die Sanierung eingeplant. Doch entgegen vieler Bauprojekte, die sich im Nachhinein als teurer erweisen, gibt sich Würz optimistisch, „dass wir das Budget unterschreiten – um einen sechsstelligen Betrag“.

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