Sommer-Angebot der Stadt

Eva Scholz ist seit zehn Jahren Betreuerin bei den Ferienspielen

Auf Unterstützung bauen: Als Eva Scholz vor zehn Jahren Ferienspiel-Neuling war, profitierte sie von einem erfahrenen Team aus Betreuern.
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Auf Unterstützung bauen: Als Eva Scholz vor zehn Jahren Ferienspiel-Neuling war, profitierte sie von einem erfahrenen Team aus Betreuern.

Eva Scholz zählt im Betreuerteam der städtischen Sommerferienspiele zu den alten Hasen. Sie ist seit zehn Jahren dabei und weiß, auf was bei der Beaufsichtigung der Kinder zu achten ist. Doch das war nicht immer so. Als die heutige Grundschullehrerin sich kurz nach ihrem Abitur als mögliche Teamerin vorstellte, musste auch sie sich dem „typischen Bewerbungsgespräch der Ferienspiele“ stellen.

Dietzenbach – „Wir waren damals zu zehnt und mussten erklären, wie wir in den unterschiedlichsten Fallbeispielen reagieren würden“, erzählt Scholz. Welche theoretischen Szenarien das damals waren, weiß sie nicht mehr. Insgesamt sei es jedoch darum gegangen, zu testen, wie pflichtbewusst die Bewerber sind. „Ich muss dabei einiges richtig gemacht haben“, sagt sie und lächelt. Während ihres ersten Jahres als Neuling habe sie dann von der Erfahrung der vielen „Alt-Teamer“ profitiert. Das habe ihr anfänglich geholfen, mit der Verantwortung umzugehen, die die Betreuung von damals noch rund 140 Kinder mit sich bringe.

Seit ihrem Einstieg in die Ferienspiele hat sich jedoch einiges geändert. Scholz ist nach rund fünf Jahren von der Gruppe der Teamer ins Organisationsteam gewechselt. Zudem gebe es unter den Betreuern mittlerweile viele neue Gesichter, die erst einmal lernen müssten, was es im Blick zu behalten gilt.

Im Hinblick auf die Kinder selbst habe sich hingegen die Anzahl der Teilnehmer geändert. Das liege jedoch nicht allein an der Corona-Pandemie, die eine geringere Teilnehmerzahl ermögliche. „Es gibt mittlerweile viele konkurrierende Angebote“, sagt Scholz. Fast jede Schule biete in der Ferienzeit eine Betreuung an. Und während die Eltern für die Sommerferienspiele bis zum Waldstadion fahren müssten, sei der Weg in die Bildungseinrichtungen häufig kürzer. „Unser Vorteil ist es jedoch, dass wir das Schwimmbad in der Nähe haben“, sagt die 27-Jährige. Das sei für die Kinder ein besonderes Highlight.

Die Kleinen selbst hätten sich in den vergangnen zehn Jahren allerdings nicht verändert. „In den ersten Jahren waren jedoch immer die gleichen Teilnehmer dabei“, erzählt Scholz. Heute seien die Gruppen deutlich diverser. Es meldeten sich etwas mehr Kinder mit Migrationshintergrund an. „Doch darauf wird vonseiten der Stadt auch geachtet“, erläutert sie weiter. Schließlich sollen alle Dietzenbacher Jungen und Mädchen an dem Angebot teilhaben können.

Besonders nahe geht es Eva Scholz, wenn einer ihrer Schützlinge etwa mit einer Schürfwunde zu ihr kommt oder unter der Hitze zu sehr leidet. „Ich frage mich dann, was ich hätte besser machen können, um das zu verhindern“, schildert sie. All die kleineren und größeren Sorgen rücken in den Hintergrund, wenn die Kinder am letzten Tag der Ferienspiele eine Kleinigkeit zum Dank mitbringen. „Das ist jedes Mal ein tolles Gefühl“, sagt Eva Scholz. Dann wisse sie, dass ihre Arbeit wertgeschätzt werde. (Von Anna Scholze)

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