Braune Bio-Tonne kommt

„Mülltrennung 2.0“ in Dietzenbach 

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Bevorstehende Einführung der Biotonne bringt Bürger zum Nachdenken, welcher Abfall in welchen Behälter kommt. Aus dieser Mülltonne wächst „Bio“: allerdings nur zur Deko, wie unsere Mitarbeiterin Amelie Hild vor einem Haus an der Darmstädter Straße entdeckt und fotografiert hat.

Dietzenbach - Eine neue Zeitrechnung beginnt: „Mülltrennung 2.0“. Am Montag, 9. Februar, ist es soweit. Jeder Haushalt in der Kreisstadt bekommt neben der grauen und der grünen Tonne nun eine braune hinzu. Von Ronny Paul 

„Ab der zweiten Februarwoche fahren meine Mitarbeiter die Biotonnen aus“, sagt Markus Krallinger, Leiter der Abteilung Abfallwirtschaft bei den Städtischen Betrieben. Bis Mittwoch, 21. Februar, sollen die grauen Tonnen mit dem braunem Deckel vor allen Haustüren stehen. Wie berichtet, dürfen dann keine Bioabfälle mehr in den Restmülltonnen entsorgt werden. Das schreibt ein Bundesgesetz vor. Die erste Leerung der Biotonnen soll in der ersten Märzwoche erfolgen, so der Plan der Städtischen Betriebe.

Doch bevor die Biotonne zum Alltag in der Kreisstadt gehört, haben Krallingers Kollegen noch alle Hände voll zu tun: „Seit dem Ende der Schulferien bekommen wir pro Tag etwa 25 Anrufe“, das sei eine gute Zahl, findet Krallinger die Resonanz, bei der extra seit Anfang Dezember eingerichteten Sonderrufnummer zur Bioabfallberatung bei den Städtischen Betrieben. „Die Fragen der Bürger beziehen sich meist auf die derzeitigen und künftigen Inhalte in der Restmüll- und Biotonne“, berichtet Nadja Lubrich, Bereichsleiterin der Städtischen Betriebe. Krallinger vermutet: „Viele setzen sich nun scheinbar zum ersten Mal damit auseinander, was überhaupt in den Rest- und was in den Biomüll gehört.“ Daher haben die Städtischen Betriebe einen Flyer konzipiert, auf dem aufgeführt ist, was zu Bioabfall, Leichtverpackungen, Altpapier, Glas sowie Restmüll gehört und wo es zu entsorgen ist. Der Flyer werde gedruckt und an die Bürger verteilt, lässt Krallinger wissen. Des Weiteren planen die Städtischen Betriebe ab Samstag, 31. Januar, und den folgenden drei Samstagen, einen Informationsstand auf dem Betriebsgelände an der Max-Planck-Straße einzurichten und Bürgern so die Orientierung im Abfalldschungel zu erleichtern.

Weitere Informationen rund um die Biotonne unter den Servicenummern 06074/ 371567 oder -77 sowie per Mail an: biotonne@dietzenbach.de.

Von den etwa 1000 Mehrgefäßliegschaften – Häuser vor denen mehrere Restmülltonnen stehen – hätten sich auf die persönlichen Anschreiben bisher nur etwas mehr als 200 zurückgemeldet: „Die, die sich bisher nicht zurückgemeldet haben, bekommen dann eins zu eins pro Restmülltonne eine Biotonne vor die Tür gestellt“, erklärt Krallinger. Das sei in manchen Fällen allerdings nicht sinnvoll, da in großen Wohnhäusern meist mehr Rest- als Biomüll anfalle, erläutert der Leiter der Abfallwirtschaft. Mit den Besitzern der 72 Großwohnliegenschaften in der Kreisstadt – mit mindestens 1,1 Kubikmeter großen Restsmülltonnen – habe man bereits persönliche Gespräche geführt und eine individuelle Abfallkonzeption erarbeitet, verrät Krallinger auf Nachfrage. Für Eigenkompostierung habe es bisher „relativ wenig“ Nachfragen von Seiten der Bürger gegeben, sagt Krallinger, der allerdings auch dazu rät, erst einmal abzuwarten, bis die Biotonne ausgeliefert sei.

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