Neue Moschee wird im Juni eröffnet

+
Noch gibt es viel zu tun in der künftigen Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde am Theodor-Heuss-Ring. Dort entstehen unter anderem zwei Gebetsräume für Männer und Frauen.

Dietzenbach ‐ Einst Produktionshalle, künftig Gebetsräume mit 105 Betplätzen – die Rohbauarbeiten am ehemaligen „Bind-o-matic“-Gebäude (Theodor-Heuss-Ring 48) sind schon so gut wie abgeschlossen. Von Nina Beck

In erster Linie galt es hier, nicht mehr benötigte Betonwände herauszutrennen, wie Saeed Gessler, Leiter der Bauabteilung der Ahmadiyya Muslim Jamaat, erläutert. Als nächstes nun steht der Innenausbau der künftigen Moschee bevor wie Malerarbeiten, aber auch die Lüftungsanlage. Nach Beschwerden eines Nachbarn müssen die Ein- und Auslässe für Frisch- und verbrauchte Luft geändert werden. Ebenfalls in der ehemaligen Produktionshalle soll eine kleine Bibliothek eingerichtet werden, sagt Gessler, abgetrennt durch eine mobile Trennwand. Der ehemalige Bürotrakt des Gebäudes könne weiter genutzt werden, da bedarf es keiner Änderung. Anders bei den sanitären Anlagen, denn für die rituellen Waschungen werden mehr Waschräume benötigt.

Wie berichtet, wird die Gemeinde neun Parkplätze auf ihrem Gelände bereithalten, wofür eigens der hintere Gebäudeteil abgerissen worden sei. Die Anzahl entspreche der städtischen Satzung für kirchliche Einrichtungen, hatte der Kreis zuletzt bestätigt. Die aus ihrer Sicht „unzumutbare Parkplatz-Situation“ ist eines der Hauptargumente der Moschee-Gegner, die 2010 die „Bürgerinitiative Haus 48“ gegründet hatten.

Bauarbeiten sollen Ende Mai fertig sein

Ein Großteil der Gläubigen, davon gehen die Ahmadiyyas indes fest aus, werde zu Fuß zum Gebet kommen – so, wie es auch bisher im Spessartviertel der Fall gewesen sei. Der dortige Gebetsraum war zu klein geworden für die wachsende Anzahl der Mitglieder, stellen sie doch die älteste muslimische Gruppierung in der Kreisstadt dar.

Bis Ende Mai, Anfang Juni sollen die Umbauarbeiten am Heuss-Ring beendet sein, die Eröffnung der dann dritten Moschee in Dietzenbach ist laut Gessler für Juni geplant.

Die Bürgerinitiative, die in der Ahmadiyya-Bewegung eine „Gemeinschaft mit eindeutig antidemokratischen Zügen“ sieht, hatte beim Kreis Widerspruch gegen den Moscheebau eingelegt, wie Sprecher Klaus Höfer auf Anfrage sagte. Dieser sei aber vor dem Verwaltungsgericht Darmstadt abgelehnt worden. Vor der Kommunalwahl werde sich die BI nicht mehr äußern, so Höfer, der für die FW-UDS antritt. Gegebenenfalls werde man danach noch einmal Stellung beziehen.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion