In der neuen Kiesdecke sind die ersten Löcher

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Die ersten Löcher sind in der Kiesoberfläche aufgetaucht, „die von schwerem Fahrzeugbetrieb herrühren“, wie die Verwaltung urteilt.

Dietzenbach ‐ Freizeitgenießer hält er noch aus, arbeitende Bürger dagegen nicht mehr: Kaum in neuem Glanz fertiggestellt und fachlich abgenommen, weist der Regionalparkrundweg am Kaupenwiesengraben erste Schäden auf. Von Barbara Scholze

Hat er doch trotz fast schon gewohnheitsrechtlicher Nutzung als landwirtschaftliche Trasse möglicherweise eine zu empfindliche Oberfläche bekommen. Die Regionalparkroute in Dietzenbach verläuft vom Geschichtspfad nach Norden, vorbei am Modellflugplatz bis zum ehemaligen Wasserwerk und zum Landschaftspark Wörner. Von der „Regionalpark Ballungsraum RheinMain GmbH“ neu erstellt wurde zuletzt ein Teilstück, das ab der Messenhäuser Straße hinter den Industriehallen vorbei zu den Geflügelzüchtern und später über die Kreisquerverbindung führt.

Dabei wurde der Weg nicht nur in Form gebracht, sondern auch mit einer einfachen Kiesdecke versehen. Anfang Dezember trafen sich Vertreter des Regionalpark-Teams mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung vor Ort und befanden alles für gut. Mit diesem Akt ging der Weg in die Verantwortung der Stadt über, die damit künftig auch finanziell für die Pflege gerade stehen muss.

Einschränkungen mit hohem Aufwand verbunden

Nun sind die ersten Löcher in der Kiesoberfläche aufgetaucht, „die von schwerem Fahrzeugbetrieb herrühren“, wie die Verwaltung urteilt. Grund genug für sie, die Anlieger, meist Landwirte, in Verantwortung zu ziehen und ihnen per Brief Auflagen der künftigen Nutzung aufzuerlegen. So sollen die Bauern, Jäger und sonstige Grundstücksnutzer den Weg möglichst nicht mehr befahren, dort nicht mehr wenden und nicht rangieren. Ansonsten flattert dem Verursacher möglicher Schäden, falls feststellbar, eine Rechnung ins Haus.

„Diese Einschränkungen sind mit hohem Aufwand verbunden und so nicht hin-zunehmen“, wehrt sich nun unter anderem Landwirt Heinz-Walter Scherping gegen die Mitteilung. Der Weg sei bekanntlich schon immer landwirtschaftlich genutzt worden und hätte deswegen eine robustere Decke erhalten müssen. Die Situation klären will er nicht mit der Stadt alleine. Scherping hat das Landwirtschaftsamt um eine Stellungnahme gebeten.

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