Rathaus-Center

Neuer Manager: „Eine Aufgabe, auf die ich mich sehr freue“

Kein Unbekannter: Manfred Schneider kehrt als Manager ins Rathaus-Center zurück.
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Kein Unbekannter: Manfred Schneider kehrt als Manager ins Rathaus-Center zurück.

Über das Rathaus-Center diskutieren Dietzenbacher immer wieder. Sei es über leer stehende Ladenlokale oder über Geschäfte, die manch einer dort gerne sehen würde.

Dietzenbach – Bürgermeister Jürgen Rogg hatte zum Jahreswechsel im Interview gesagt, man sehe die Entwicklung kritisch und wünsche sich eine Stabilisierung. Denn nachdem Center-Manager Mark Jarosz noch das Jubiläumsjahr 2017 mitgestaltet hatte, übernahm Robert Müller den Job. Ende 2019 war dieser als Center-Manager schon wieder Geschichte.

Nun sitzt seit Anfang Januar ein für Dietzenbach nicht unbekanntes Gewicht auf dem Managerposten.

Für Werner Schneider ist es ein Nachhausekommen. „Ich habe das Baby aus der Taufe gehoben“, sagt der neue Manager des Rathaus-Centers. Schneider kennt noch den alten Toom-Markt, der 2007 für das Einkaufscenter weichen musste. Den Bau hat der Diplom-Betriebswirt „von der Bodenplatte bis zum Dach, von der Grundsteinlegung bis zur Eröffnung“ begleitet. Von 2007 bis 2011 war er Distrikt-Manager der Hahn AG.

Er erinnert sich noch an die Tage während des Toom-Abrisses und des Neubaus: „Wir waren in einem Container untergebracht, es war fürchterlich kalt.“ Als nun das Angebot von der Völkel Company Shopping-Center-Management GmbH auf dem Tisch lag, habe er nicht überlegen müssen: „Der Standort ist mir bekannt, warum sollte ich Nein sagen?“, fragt Schneider. „Das ist eine neue Aufgabe, auf die ich mich sehr freue.“ Und wie das mit „Kindern“ so ist, man will ja auch die Entwicklung sehen: „Ich werde die Erziehung fortsetzen“, sagt er und lacht. Fünf Tage die Woche will der in Offenbach lebende Center-Manager vor Ort sein. In den ersten Tagen hat Schneider schon viele Hände geschüttelt und in vertraute Gesichter geblickt. „Ich bin angekommen und muss nun alles, was ich mir vorgenommen habe, in die tägliche Arbeit einbringen.“ Sehr bald will er sich auch mit Bürgermeister Rogg, mit der Wirtschaftsförderung und dem Gewerbeverein treffen.

Zu seinen Vorgängern habe er keinen Kontakt, er wolle die Aufgabe „frisch, neu und unbeeindruckt“ angehen. Freilich kann Schneider nach wenigen Tagen noch keine umfangreiche Wasserstandsmeldung abgeben, sagt aber, dass man bereits wegen drei leer stehender Ladenlokale – Intersport, Takko und das Juweliergeschäft sind ausgezogen – in der Akquisephase sei. Man werde die leer stehenden Räumlichkeiten sukzessive belegen. „Wir werden schauen, was zum Standort passt.“ Er versichert, man wolle sich qualitativ verbessern und guten Service bieten. Oder anders ausgedrückt: „Wenn man ein neues Kleid hat, fühlt man sich sehr wohl, wird das älter, muss man auch schon mal die Garderobe wechseln.“ Da sei man dran. „Wir wollen für den Mittelstand in Dietzenbach die Nummer eins sein, da arbeiten wir dran.“

Wie sein Eindruck war, als er nach neun Jahren wieder ins Center gekommen ist, kann Schneider nicht sagen, Optisch sehe die Immobilie nach wie vor gut aus. Aber es sei „schwer, eine Beurteilung abzugeben“. Da liege zu viel Zeit dazwischen. Und auch da hat Schneider ein passendes Sprichwort: „Handel ist Wandel.“ Nichts im Handel sei beständig, vor allem habe sich dieser in den vergangenen Jahren durchs Internet maßgeblich verändert.

Dietzenbacher äußern immer wieder Bedenken, dass einer der drei Ankermieter – Rewe, Media-Markt oder Müller – bald die Segel streichen könnte. Dem ist nicht so: Alle drei sind mit langfristigen Verträgen ausgestattet.

Der „Neue“ ist überzeugt, das Center in eine gute Zukunft zu führen: „Der Bedarf für ein Einkaufszentrum ist da, es ist gut gelegen, es gibt genügend Stellplätze und das Entree zum Europaplatz mitsamt Magistrale zur S-Bahn ist schön“, findet der Rückkehrer und kündigt an: „Die Dietzenbacher sollen sich überraschen lassen, was diese Jahr noch alles passiert.“

Am morgigen Freitag gibt’s die erste Neueröffnung 2020: Im Obergeschoss startet das Restaurant „Soul Bowls And More“.

VON RONNY PAUL

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