Neujahrsempfang des Gewerbevereins:

Synergie-Effekte nutzen

+
Marcel Jung (von rechts), Irmgard Weber und Reiner Wagner stellen beim Neujahrsempfang des Gewerbevereins ihre Pläne für den Kultursommer vor.

Dietzenbach - Ausbau des öffentlichen W-LAN, ein Kultursommer in der Altstadt und Netzwerkveranstaltungen. All das kam beim Neujahrsempfang des Dietzenbacher Gewerbevereins zur Sprache. Von Burghard Wittekopf 

Beim Neujahrsempfang des Gewerbevereins Dietzenbach (GVD) im Hotel Sonnenhof blickte der Vorsitzende Guido Kaupat auf ein „erfolgreiches Jahr“ zurück. Mit zwölf Neuanmeldungen sei es gelungen, die Zahl der Mitglieder relativ stabil zu halten. Netzwerken ist dem GVD wichtig. So veranstaltete der Verein regelmäßige Treffen für seine Mitglieder, um über wichtige Themen zu informieren. Im vergangenen Jahr standen Treffen zu „Breitbandausbau“, „Digitalisierung“ und „Energieeffizienz“ auf der Agenda. Ziel sei, dass die Gewerbetreibenden zusammensitzen, sich über Themen austauschen und so Synergie-Effekte nutzen, betonte Kaupat. Einen besonderen Stellenwert habe das Unternehmerfrühstück, das der GVD in Kooperation mit der Sparkasse Langen-Seligenstadt veranstaltet. Dort kommen Unternehmer und Vertreter der Kreisstadt direkt in Kontakt. Fürs laufende Jahr seien wieder vier Netzwerkveranstaltungen geplant, je ein Unternehmerfrühstück im Frühjahr und im Herbst.

Der GVD-Vorsitzende hob den „Aktivkreis Altstadt“ hervor, dessen Mitgliedern die Weiterentwicklung rund um den historischen Kern der Kreisstadt „sehr am Herzen liegt“. Um die Attraktivität der Altstadt zu steigern, plant der Arbeitskreis einen Kultursommer.

Genaueres verkündete die stellvertretende GVD-Vorsitzende Irmgard Weber. In Zusammenarbeit mit den beiden Dietzenbacher Kulturschaffenden Reiner Wagner und Marcel Jung werde der Arbeitskreis vom 8. bis zum 31. August einen Kultursommer mit den „Dietzenbacher Musiktagen“, Veranstaltungen im Eckertschen Hof und einem Poetry-Slam organisieren. Weiter sind ein Frühschoppen mit der Musikschule und eine musikalische Kneipentour avisiert. Am 31. August soll der Kultursommer mit einem Chorkonzert im Heimatmuseum enden.

Landrat Oliver Quilling (CDU) bezeichnete in seiner Rede die wirtschaftliche Lage im Kreis Offenbach und der Kreisstadt als „privilegiert“. Die Arbeitslosigkeit sei auf einem historischen Tiefpunkt und die Gewerbesteuereinnahmen so hoch wie nie. Im vergangenen Jahr seien im Kreis 40.000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Die gute Lage solle sich nach Angaben der Wirtschaftsinstitutionen in diesem Jahr noch verbessern, betonte Quilling. So rechne die Industrie und Handelskammer (IHK) mit einem Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent und damit weiteren 50.000 neuen Arbeitsplätzen.

Bürgermeister Jürgen Rogg sprach über Digitalisierung und Infrastruktur. „Hier sind wir weiterhin gut dabei.“ Stolz sei er darauf, dass Dietzenbach die erste Stadt in Hessen sei, die die Glasfaserversorgung flächendeckend im Gewerbegebiet anbietet. Auch das Thema Ausbauoffensive der Telekom und die gleichzeitig zunehmenden Beschwerden der Kunden thematisierte der Rathauschef. Er sei sich sicher, dass der Ausbau vorangehen werde, aber die „Deutsche Telekom schadet sich selbst, wenn sie mit ihren Kunden so umgeht“.

Kennen Sie die Wappen aus der Region?

Rogg kündigte an, dass das öffentliche W-LAN in der Stadt weiter ausgebaut werde. Am Europaplatz und im Bürgerhaus soll es noch in diesem Jahr an den Start gehen. Die Mitglieder des GVD ermutigte er zur weiteren Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. „Es geht nicht nur um Netzwerktechniken, sondern um das Netzwerk zwischen den Menschen und der Stadt.“

Der CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi schlug in die gleiche Kerbe wie sein Parteikollege Quilling: Die Situation im Kreis und in Dietzenbach sei komfortabel: „Uns ging es noch nie so gut wie heute.“ Deshalb wünsche er sich, dass die Unternehmer positiv in die Zukunft schauen. Musikalisch verzauberte die siebenjährige Violinistin Ayumi-Sophie Jung wie schon beim städtischen Neujahrsempfang zusammen mit ihrer Mutter Nami Ejiri am Klavier. Sie spielten das Violinkonzert G-Dur, KV 216, von Wolfgang Amadeus Mozart.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare