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Online statt Studio: Dietzenbacherin Marcia Rego gibt Yoga-Stunden per Zoom

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Das Positive im Blick: Marcia Rego freut sich trotz Rückschläger über die Vorteile, die ihr das Unterrichten im Internet bringt.
Das Positive im Blick: Marcia Rego freut sich trotz Rückschläger über die Vorteile, die ihr das Unterrichten im Internet bringt. © kleint

Die Pandemie hat vieles durcheinander gewirbelt. Im Arbeitsalltag aber auch im Privatleben hat sich einiges verändert. Auch Yoga-Lehrerin Marica Rego hat das zu spüren bekommen. Sie musste sich coronabedingt von ihrem Studio in der Bahnhofstraße trennen und hält ihre Kursteilnehmer seither über das Internet fit.

Dietzenbach – Zu Anfang, so erzählt die Brasilianerin, seien ihre Schüler jedoch unsicher gewesen, ob eine Online-Yoga- Stunde überhaupt funktionieren könne. Es fehlte die Vorstellungskraft, wie die Lehrerin die Übungen künftig korrigieren wolle. Schließlich ist ein Umhergehen beim virtuellen Unterricht nicht möglich. Doch Marcia Rego, die insbesondere zu Anfang sehr unter der Pandemie gelitten hat, zögerte nicht. Für sie war schnell klar: „Wir versuchen es.“

Das notwendige technische Know-how bringt sich die Fitnesstrainerin selbst bei. Kauft passendes Equipment, erneuerte Licht und Mikrofon. Da die Umstellung auf Online-Unterricht besonders für ältere Teilnehmer ein Problem darstellte, fährt Rego sogar zu ihnen nach Hause, installiert und erläutert Zoom. „Wenn es Probleme gibt, können sie immer zu mir kommen“, betont sie. Auch bindet sie ihre Kunden weiter in den Veränderungsprozess ihres Yoga-Studios mit ein. Schließlich sei ihr eine ehrliche Rückmeldung sehr wichtig gewesen, damit sie ihren Unterricht über die Videokonferenzsoftware Zoom bestmöglich habe gestalten können. Rego gelingt es allerdings nicht alle Schüler von ihrem neuen Konzept zu überzeugen und verliert manche von ihnen.

Trotz alledem bleibt sie positiv und freut sich über die Vorteile, die Yoga-Training im Internet zu bieten hat. Rego erklärt, dass sie entgegen der anfänglichen Befürchtungen die Kursteilnehmer sehr gut im Blick behalten könne. Zudem gebe es für die Yoga-Begeisterten keine nervenaufreibenden Fahrtwege mehr. Sie könnten sich direkt nach der Einheit Zuhause entspannen. Ein weiterer Vorteil bestehe darin, dass Marcia Rego seit der Umstellung international unterrichten kann. „Ich erreiche Menschen aus Berlin, New York oder Brasilien“, erzählt sie begeistert.

Bevor Rego Lehrerin wurde, begann sie ihre berufliche Laufbahn vor mehr als dreißig Jahren in Recife/Pernambuco und Sao Paulo als Fitnesstrainerin. Später arbeitet sie als Choreografin und begeistert außerdem als leidenschaftliche Tänzerin. Durch ihren Beruf verschlägt es die heute 50-Jährige für sieben Jahre nach Japan, bevor sie dann nach Deutschland kommt. Da ihr Tanzen allein auf Dauer nicht ausreicht, schließt sie mit der Zeit drei Yoga-Ausbildungen ab und macht sich selbstständig. Und so lehrt sie heute sowohl Yoga als auch Pilates und Tanz. „Ich versuche immer über 100 Prozent zu geben“, macht Rego deutlich.

Dabei zeigt sie in ihren Yoga-Kursen die unterschiedlichen Varianten der philosophischen Lehre aus Indien. Besonders den Anfängern erklärt sie in Ruhe alle Bewegungen und geht auf jede Person individuell ein. Denn: Die persönliche Beziehung zu den Schülern ist Marcia Rego sehr wichtig. Interessierte, die sie und ihren Unterrichtsstil einmal kennenlernen wollen, haben dazu bei einem Schnupperkurs Gelegenheit. (Von Katharina Kleint)

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