Otto-Lehr-Sportanlage: Einigung bis zu den Sommerferien

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Geschlossene Gesellschaft? Keineswegs: Der SC Steinberg als Pächter der Otto-Lehr-Sportanlage hat sich kompromissbereit gezeigt und ist dem 1. FC Türkgücü bei den verlangten Mietgebühren ein ganzes Stück entgegen gekommen. 

Dietzenbach - Der SC Steinberg und der 1. FC Türkgücü vertagen endgültige Entscheidung über Nutzung der Otto-Lehr-Sportanlage. Von Ronny Paul 

Eine Jahresgebühr von 4000 Euro für die Mitnutzung der SC-Anlage hätte aus Sicht der Türkgücü-Verantwortlichen das Ende ihres Vereins bedeutet. Nun einigten sich beide Klubs zunächst auf 1200 Euro Miete bis Saisonende. Seit mehr als drei Monaten und für mindestens weitere 39 Jahre ist der SC Steinberg Erbpächter der Otto-Lehr-Sportanlage an der Limesstraße – und damit eigenverantwortlich für deren Unterhaltungskosten. Vom 1. FC Türkgücü, der Sportplatz und Kabinen für zweimal Training und ein Spiel pro Woche mitnutzt, verlangt der Sportclub seit Oktober eine Nutzungsgebühr. Diese setzte der SC, wie berichtet, bis Jahresende auf 500 Euro fest. Von diesem Jahr an wollten die Steinberger dann eine jährliche Nutzungsgebühr von 4000 Euro verlangen.

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Nach langem Hin und Her habe man Türkgücü nun ein angepasstes Angebot unterbreitet, berichtet SC-Vorsitzender Bernd Fenchel. „Die Fußballer von Türkgücü fühlten sich unfair behandelt“, schildert er, daher habe man nach Möglichkeiten gesucht, dem Verein entgegenzukommen: „Es gab zum Beispiel die Idee, dass Türkgücü nur noch einmal die Woche trainiert. So wären die Kosten geringer ausgefallen.“

Eine andere Alternative wäre Werbefläche auf dem Sportplatz gewesen: „Die Idee war, dass Türkgücü 3000 Euro pro Jahr zahlt, dafür einen Teil der Werbeflächen auf dem Sportplatz mitnutzt und an eigene Werbepartner vermietet.“ Doch auch mit diesem Angebot konnte keine Einigung zwischen den beiden Vereinen erzielt werden.

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Nun haben sich beide Klubs zunächst auf 1200 Euro für ein halbes Jahr, sprich: bis zum Saisonende geeinigt. „Vor den Sommerferien kommen wir erneut mit Vereinsvertretern zusammen und beraten, wie es weitergeht“, erläutert Fenchel das geplante Vorgehen.

„Mit dem Angebot von 2400 Euro Jahresmiete haben wir die absolute Preisuntergrenze erreicht. Weniger geht nicht“, lässt Fenchel wissen. Immerhin müsse der Sportclub selbst schauen, dass er Einnahmen generiert. Bei rund 40 Türkgücü-Mitgliedern komme ein einzelner Spieler so auf Kosten von fünf Euro im Monat. „Das sollte machbar sein“, findet der SC-Vorsitzende – und blickt zuversichtlich dem Sommer entgegen, wenn letztendlich eine Einigung zwischen beiden Vereinen erzielt werden soll.

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