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Stadtwerke und Städtische Betriebe sehen sich für Omikron gerüstet

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Von: Niels Britsch

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Busse in einer Schlange (Symbolbild ÖPNV)
„Sollte tatsächlich so viel Personal ausfallen, dass das nicht mehr mit den vorhandenen Reserven ausgeglichen werden kann, würden Fahrten ausfallen müssen“, informieren die Stadtwerke zum Stadtbusverkehr in Dietzenbach. © dpa/picture alliance/Andreas Arnold

Hochansteckend, aber weniger gefährlich soll die neue Corona-Variante Omikron sein. Einige Experten befürchten allerdings, dass sich innerhalb kurzer Zeit so viele Menschen anstecken, und das zu personellen Engpässen in wichtigen Bereichen der Daseinsvorsorge führen könnte. Unsere Redaktion hat bei Stadtwerken und Städtischen Betrieben in Dietzenbach nachgefragt, wie sie sich für einen solchen Fall gerüstet haben.

Dietzenbach – „Wir sorgen rund um die Uhr für eine zuverlässige und leistungsfähige Versorgung unserer Bürger in dieser schwierigen Zeit“, betont Thomas Vollmuth, Geschäftsführer der Stadtwerke und Betriebsleiter der Städtischen Betriebe. Die beiden Unternehmen sind für die Abfallentsorgung, den Stadtbus, die Wasserversorgung, die Abwasserentsorgung sowie die Straßenreinigung in Dietzenbach zuständig. Das Tochterunternehmen, die Energieversorgung Dietzenbach GmbH, gewährleistet die Fernwärmeversorgung im Stadtgebiet. Für sämtliche Sparten verweisen die Stadtwerke auf die ohnehin geltenden Bestimmungen (Maskenpflicht und Hygieneregeln) und regelmäßige Testungen. Zudem gibt es für die einzelnen Bereiche gesonderte Konzepte:

Abfallentsorgung

„Falls es zu personellen Engpässen aufgrund von Infektionsfällen kommen sollte, wird auf die Unterstützung von Partnerunternehmen zurückgegriffen“, heißt es auf Anfrage. Sollte es in den Partnerunternehmen ebenfalls an Personal mangeln, greife eine Notfallplanabfuhr, es werde eine Reihenfolge „der einzuschränkenden Touren“ festgelegt, die Abfallentsorgung erfolge gegebenenfalls in einem anderen Rhythmus. „Falls solche Maßnahmen ergriffen werden müssen, werden die Bürgerinnen und Bürger vorzeitig informiert.“ Außerdem seien in den Dienstplänen zeitlich versetzte Schichten und Pausen vorgesehen.

Abwasserentsorgung und Kläranlage

Um einen kontinuierlichen und störungsfreien Betrieb – etwa von Pumpen, Gebläsen und Messtechnik – zu gewährleisten und Personalengpässe zu vermeiden, habe das Team der Kläranlage einen Notfallplan eingeführt. „Dazu gehören die räumliche Trennung von Büro- und Handwerkskräften, wechselnde Homeoffice-Tage beim Büropersonal sowie beschränkte Präsenzzeiten – auf das Mindestmaß“, zählt die Pressestelle der Stadtwerke auf. Termine, wie beispielsweise Baustellenaufsichten, die nicht telefonisch stattfinden können, halte man im Außenbereich ab.

„Baustellen- und Projekttermine werden bei einer weiteren Zunahme der Infektionszahlen auf ein Mindestmaß reduziert.“ Im Quarantänefall könne der Betrieb in der Kläranlage zum Teil aus dem Homeoffice sichergestellt werden, außerdem sei die Unterstützung vom beauftragten Kanalnotdienst oder externen Dienstleistern möglich. „Im Notfall, beispielsweise bei Verstopfungen kritischer Stellen in Entwässerungsgräben, können andere Mitarbeiter der Abteilung, des Kanalnotdienstes oder auch externe Dienstleister einen Ausfall kompensieren.“

Wasserversorgung

„Die Abteilung Wasserversorgung wurde in zwei Teams gesplittet, die untereinander arbeitsbedingt beschränkten Kontakt haben“, erklärt die Stadtwerke-Pressestelle. Die Einteilung der Teams könne wöchentlich geändert werden, sofern die Zuteilung der Aufgaben dies notwendig mache. „Für Notfälle oder Störungen – beispielsweise Rohrbrüche – haben die Mitarbeiter wöchentlich abwechselnd Bereitschaftsdienst, der durch eine externe Firma im Tiefbau und Rohrleitungsbau unterstützt wird.“

Fernwärmeversorgung

Die Fernwärmeversorgung sei „auch in schwierigen Zeiten“ weiterhin sichergestellt, beteuern die Stadtwerke. „Oberstes Gebot“ sei dabei die Einhaltung von Kontaktbeschränkungen. „Dies wird insbesondere durch die konsequente Trennung der Schichten und Teams sowie das Einsetzen von Homeoffice, immer wenn es möglich ist, gewährleistet.“

Stadtbus

„Sollte tatsächlich so viel Personal ausfallen, dass das nicht mehr mit den vorhandenen Reserven ausgeglichen werden kann, würden Fahrten ausfallen müssen“, informieren die Stadtwerke. „In dem Fall würde eine Abwägung getroffen werden, welche Fahrten am nachfrageschwächsten sind – diese würden zuerst herausgenommen werden.“ (Von Niels Britsch)

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